WIR 65 - April 2021

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 65 Der Montageaufwand hält sich in Grenzen. Als erstes entfernt man die Fäkalkassette, damit man auch von unten gut an den Einsatz herankommt und ggf. den Sitz des Twusch-Einsatzes korrigieren kann. Selbstverständlich sollte alles gut gereinigt werden und trocken sein. Am besten, man verwen- det einen Kunststoffreiniger, z B. von Mellerud, Caramba, Sonax usw. der schnell verfliegt und alles entfettet. Dann überprüft man den richtigen Sitz des Keramikeinsatzes und reinigt auch deren Außenseite, z. B. mit Desinfek- tionsspray. Alles sollte trocken und fett- frei sein und dadurch eine gute Haft- grundlage bieten. Die Verarbeitung wird erleichtert, wenn man den Innenrand des Twusch-Einsatzes mit einem Maler- tape versieht. Das erspart später allzu große Vorsicht beim Nachglätten des überquellenden Silikons. Knapp unter- halb des Randes wird das Ottoseal- Silikon außen aufgetragen, danach der Porzellaneinsatz umgedreht und vor- sichtig in der Thetford-Schüssel festgedrückt. Das oben herausquellende Silikon wird mittels Fugenglätter verteilt und dem Rand des Beckens angepasst. Ein Tropfen Spülmittel verhilft zu einer exakt glatten Oberfläche des Silikons. Unmittelbar danach entfernt man das Malertape, glättet eventuell nochmal etwas nach und kann 36 Stunden später die Fäkalkassette wieder einsetzen und die „neue“ Toilette in Betrieb nehmen. Wer sich mit dem Gedanken Toilettenschüsselhygiene beschäftigt hat, wird vielleicht auch auf chemische Lösungen gestoßen sein, die einfach in die vorhandene Schüssel gesprüht oder gestrichen werden und die Oberfläche wieder wie zu Beginn erstrahlen lassen. Abgesehen davon, dass diese Lösungen meistens nicht den gewünschten Effekt ergeben, muss dieser Vorgang dann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, weil er – je nach Häufigkeit der Benutzung – nicht so lange hält. Hier sieht man das Maler- tape, welches später natür- lich wieder entfernt wird. 35

RkJQdWJsaXNoZXIy NTkxNDc=