Herausgeber: Reisemobil-Club Mittelbaden e.V. Ausgabe 79 - Dezember 2025 e.V. Der RMC Mittelbaden e.V. auf dem Melcherhof in Biederbach
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Vorstandswort Am 3. November war Schluss RMC M - Roller / Rad-Tour 2025 Führerschein und KFZ - Schein Fast vergessene und mystische Orte September - Ausfahrt zum Melcherhof Strohskulpturen - Wettbewerb Vorbei mit Hitzestau im Wohnmobil Rottweils Hängebrücke NECKAR LINE Verrückt nach der Marie So ein Wein, so eine Landschaft RMC M - Ausfahrt Oberkirch / Offenburg Die Hauptstadt der Edelbrände Neues aus der WoMo - Küche Winterreifenpflicht Mal wieder zu Gast in Renchen - Ulm WoMos ziehen andere Parkflächen vor Weihnachtsgrüße RMC M-Kalender 2026 Inhalt 2 5 6 11 13 14 19 20 24 28 29 30 34 37 39 40 44 47 3 49 Herausgeber: Die Vorstandschaft des RMC Mittelbaden e.V. Franz Killig Alle Verantwortlichen sind über das Internet www.rmc-mittelbaden.de, oder unsere E-Mail-Adresse wir-redaktion@online.de erreichbar. Die in diesem Heft gedruckten Berichte und Briefe sind persönliche Meinungsäußerungen der WIR-Leser. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des RMC Mittelbaden e.V. Redaktion und Druck: Martin Lenz, Wolfgang Karius, Tom Milkowsky Impressum RMC Mittelbaden e.V. 6 14 19 24 30 34 37 40 48
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Franz Killig Liebe Mitglieder des Reisemobil-Club Mittelbaden e.V., ein ereignisreiches Clubjahr neigt sich dem Ende zu – ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten und Danke zu sagen. Mein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern, der gesamten Vorstandschaft sowie unseren Beratern für ihre aktive Mitarbeit, ihre Ideen und ihren Einsatz bei der Gestaltung unseres Clublebens. Ohne euer Engagement wären die vielen schönen Ausfahrten, Begegnungen und gemeinsamen Erlebnisse nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön gilt zudem allen, die im vergangenen Jahr unsere Ausfahrten organisiert haben – ihr habt mit viel Herzblut unvergessliche Momente geschaffen. Gleichzeitig möchte ich bereits jetzt jene würdigen, die sich bereit erklärt haben, im kommenden Jahr Ausfahrten zu planen. Eure Bereitschaft ist ein wertvoller Beitrag für unsere Gemeinschaft. Besonders freut es uns, dass sich die gesundheitliche Situation mancher Mitglieder erfreulich positiv entwickelt hat. Diese Nachrichten stimmen uns hoffnungsvoll und motivieren uns für das kommende Jahr. Von Herzen gratulieren möchte ich außerdem unseren Jubilaren für ihre langjährige Treue: 30 Jahre: Peter & Monika Schmidt 25 Jahre: Cornelius & Waltraud Petri, Veronika Rachow 20 Jahre: Lothar & Hannelore Tews, Werner & Helga Fricke Vielen Dank, dass ihr unserem Club über so viele Jahre verbunden geblieben seid! Zum Schluss möchte ich noch etwas Persönliches ansprechen: Meine eher direkte Art der Kommunikation entspricht meinem Naturell. Sollte ich dabei jemanden unbeabsichtigt verletzt oder vor den Kopf gestoßen haben, bitte ich dafür aufrichtig um Entschuldigung. Ich wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten, gesunden Start ins neue Jahr! Herzliche Grüße Franz Killig 1. Vorsitzender RMC Mittelbaden e.V. Vorstandswort 3
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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR gefunden von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) Wohnmobilstellplatz am ehemaligen Hallenbad in Rastatt endgültig geschlossen ! ass der 2010 in Rastatt eröffnete Wohnmobilstandort ein Auslaufmodell ist, war schon lange klar und beschlossene Sache. Jetzt macht die Stadt ernst und nennt Ausweichstandorte. Geschlossen ist das baufällige Alohra, das abgerissen werden soll, schon lange. Wegen erheblicher Mängel ist es bereits seit April 2021 offiziell dicht. Zuvor war es allerdings schon im Zuge des Corona-Lockdowns geschlossen gewesen. Wie die Stadt Rastatt mit dem maroden Wohnmobilhafen Chancen im Tourismus vergibt. Mit dem Aus für den Wohnmobilhafen endet eine nicht immer rühmliche Geschichte. Im Jahr 2010 von den Stadtwerken eröffnet, war er von dem städtischen Versorgungsunternehmen Mitte 2020 schon einmal aufgegeben, dann aber Mitte 2022 wieder in Betrieb genommen worden. Neuer Stellplatz befindet sich laut der Stadt Rastatt in der „Planungsphase“! Derweil bittet die Stadt Wohnmobilreisende, auf Standorte in der Umgebung auszuweichen. Genannt werden Wohnmobilstellplätze am Bildungshaus St. Bernhard, beim Freizeitparadies Rastatt in Plittersdorf oder der Murgtal-Camping-Platz an der B462. D Am 3. November war Schluss 5
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Wolfgang Karius um diesjährigen RMC M - Roller / Rad-Tour - Wochenende vom 14.–17. August hatte Franz zwei Rollertouren im Nordelsass und dem südlichen Pfälzerwald geplant. Es sollte sich als ausgezeichnete Wahl herausstellen. Die Regionen bieten eine traumhafte Mischung von kurvigen Waldstraßen, malerischen Weinbergen und charmanten Dörfern. Der Ausgangspunkt unserer Touren war Wissembourg-Altenstadt, wo wir wieder auf dem für uns abgesperrten Parkplatzgelände des Musée Conservatoire des Transports mit unseren WoMos standen. Wissembourg und seine Umgebung sind der perfekte Ausgangspunkt für Motorrollertouren, da die Stadt direkt an der Grenze liegt und den sanften Übergang vom Pfälzerwald zu den Nordvogesen markiert. Angemeldet hatten sich für dieses Wochenende leider nur 8 Fahrzeuge, aber es sollte doch ein recht gelungenes Wochenende werden. Der Donnerstag-Abend stand ganz im Zeichen von „rumhocke, esse, trinke un babble“. Zur Nordelsass-Tour starteten wir dann am Freitagmorgen mit 4 Motorrollern und Peters Quad, der wie immer die Rollerfahrer während der Fahrt nach hinten absicherte. Z RMC M - Roller / Rad - Tour 2025 6
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Unsere Tour führte uns von Altenstadt über Wissembourg nach Climbach und Wingen direkt zur Burg Fleckenstein, die malerisch auf einem Felsen liegt und bekannt für ihre Geschichte und die fantastische Aussicht ist. Hier versorgte uns Franz in der dortigen Gastronomie mit einem „alk“-freien Bier. Unsere Radler, die zur gleichen Zeit starteten, hatten sich eine 2-stündige Tour mit etwa 30 km Länge und 90 Höhenmetern von Altenstadt, über Wissembourg nach Scheibenhardt und zurück über die Bienwaldmühle vorgenommen. Für die Rollerfahrer ging es nun weiter auf einer wunderschönen Strecke durch Niedersteinbach, Obersteinbach Richtung Windstein. Aire de Seelberg war unser nächstes Ziel. Ein netter Wanderparkplatz erwartete uns, ausgerüstet mit Tischen und Bänken, sowie einem Kühlschrank, der mit diversen Getränken und Süßigkeiten bestückt war. Bezahlt wurde alles in eine kleine Kasse, die im Schrank bereitgestellt war. Gepflegt und versorgt wurde dieser Platz von Bewohnern der Umgebung. 7
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Über Reichshoffen, Froeschwiller Mattstall, Drachenbronn, Cleeburg und Oberhoffen ging es wieder zurück zum Stellplatz in Altenstadt. Nach einer kleinen Pause spazierten wir rüber ins Museum Conservatoire des Transports, wo uns die Freunde des Clubs und ihr Chef Wolfgang zum FlammkuchenEssen erwarteten. Wolfgang hatte wieder viele interessante Dinge über dieses wohl einmalige Museum zu erzählen und so verging der Abend wie im Flug. Der Samstagmorgen begann wie gestern, Dank des hervorragenden Baguettes, mit einem tollen gemeinsamen Frühstück und der Planung für den heutigen Tag. Die Radfahrer Achim und Eva, sowie Heinz und Bettina nehmen sich heute eine Strecke von gut 40 Km vor. Sie wollen die 500 Höhenmeter von Altenstadt über Wissembourg zur Burg Berwartstein und zurück in etwa 3 Stunden reiner Fahrzeit bewältigen. Die Burg Berwartstein 8
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Zwischen 14:30 und 15:00 Uhr ist auf der Burg Berwartstein ein Treffen mit den Rollerfahrern geplant. Für die geht’s heute nach dem Motto „Uff dae Spure von dae Stronzereiwer“ etwa 100 km durch den Pfälzer-Wald. Von Altenstadt über Bobenthal, Niederschlettenbach, Nothweiler, Rumbach, Schönau, Petersbächel nach Ludwigswinkel direkt zum Mittagessen ins Gasthaus „Zum Landgrafen“. Nach einem hervorragenden Essen düsen wir weiter nach Salzwoog, Dahn, Reichenbach und Erlenbach, bevor wir die Burg Berwartstein erreichen. Unsere Radler haben scheinbar einen Zahn zugelegt, denn sie sind schon da. 9
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Nach Kaffee und Kuchen fuhren alle wieder zurück ins Camp nach Altenstadt. Der Abend folgte wieder dem Muster vom Donnerstag nämlich „rumhocke, esse, trinke un babble“. Bis wann ? Ja, bis „de Nachtkrabb“ plötzlich auf dem Laternenmast auftauchte. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen begann für alle die Heimreise, nicht ohne den Organisatoren ein „herzliches Dankeschön“ auszusprechen. Werbung * * * * * 10
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR gefunden von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) ie Bundesregierung möchte, dass Autofahrerinnen und Autofahrer ihren Führerschein und den Fahrzeugschein künftig auch digital nachweisen können. Was heute schon möglich ist – und was bisher noch nicht. Update: Bundeskabinett bringt Gesetzentwurf für digitalen Führerschein auf den Weg Digitalisierung des Führerscheins und der Fahrzeugpapiere erleichtert Nachweise i-Kfz-App zum Nachweis des digitalen Fahrzeugscheins ist jetzt nutzbar Autofahrerinnen und Autofahrer sollen ihren Führerschein und die Fahrzeugpapiere in Deutschland in Zukunft auch digital nachweisen können. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch, 5. November, einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Rechtsgrundlage für den digitalen Führerschein bilden soll. Der Bundestag und der Bundesrat müssen nun darüber beraten. Ziel ist es laut dem zuständigen Bundesverkehrsministerium, den nationalen Digital-Führerschein bis Ende 2026 zur Verfügung zu stellen – also vor der europaweiten Einführung im Jahr 2030. Die Rechtsgrundlage für den digitalen Fahrzeugschein gibt es schon seit Februar dieses Jahres. Bei Kontrollen ist demnach ein Nachweis per App gültig. Die neue i-Kfz-App ermöglicht das nun. Die Dokumente sollen künftig über das Smartphone abrufbar sein, so dass der bisherige Kartenführerschein und der Papierfahrzeugschein bei Bedarf zu Hause bleiben können. Der digitale Führerschein ist jedoch nur als Ergänzung gedacht, nicht als Ersatz des Kartenführerscheins. Die Handy-Fahrerlaubnis würde den Inhaber oder die Inhaberin von der Pflicht entbinden, den Kartenführerschein beim Autofahren für den Fall einer Kontrolle mitzuführen. Sie wäre vorerst nur in Deutschland gültig. EU-weit kommt zwar ebenfalls ein digitaler Führerschein. Die Umsetzung der neuen EU-Führerscheinregeln auf nationaler Ebene kann aber noch bis 2030 dauern. Der digitale Fahrzeugschein ist bereits über die neue i-Kfz-App auf dem Smartphone verfügbar. Sie wurde vom Kraftfahrt-Bundesamt und der Bundesdruckerei entwickelt. Nach einer Testphase ist sie jetzt sowohl für Android- als auch für iOS-Nutzende in den App-Stores herunterladbar. Perspektivisch soll der digitale Führerschein ebenfalls in die i-Kfz-App integriert werden. Um den Fahrzeugschein des Autos in der App zu speichern, braucht man einen elektronischen Personalausweis. Mithilfe der Online-Ausweisfunktion kann man sich in der App identifizieren und so den digitalen Fahrzeugschein herunterladen. Alternativ lässt er sich via QR-Code bei der Fahrzeugzulassung hinzufügen. Die i-Kfz-App ermöglicht auch eine digitale Fahrzeugzulassung. Der digitale Fahrzeugschein kann für alle Fahrzeugklassen ausgestellt werden. Wenn jemand sein Fahrzeug ausleiht, kann er einfach ein Abbild des Fahrzeugscheins über die i-Kfz-App online teilen. Die App überprüft automatisch bei jedem Start, ob die Daten des Fahrzeugscheins noch aktuell sind. Neue Daten etwa für eine Hauptuntersuchung werden automatisch übertragen. D Führerschein und KFZ - Schein 11
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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Martin Lenz ie Geschichte der Klosterruine Frauenalb ist ein faszinierender Spiegel mittelalterlicher Macht, religiöser Umbrüche und kultureller Wandlungen im Schwarzwald. Die Klosterruine liegt im oberen Albtal zwischen Marxzell und Bad Herrenalb. Das Kloster wurde zwischen 1180/85 von Eberhard dem III von Eberstein und seiner Mutter Ulla gestiftet. Seit seinem Bestehen haben dem Kloster Brände und Plünderungen stark zugesetzt. Nach 1813 wurde das Kloster als Lazarett, Tuchfabrik und auch als Brauerei genutzt. Leider brannte es in diesem Zeitraum nochmals ab und erst ab dem Jahre 1930 wurde langsam mit Sanierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen begonnen. Heute dient die Ruine als Veranstaltungsort für Konzerte. Es ist inzwischen ein bedeutendes Kulturdenkmal Baden-Württembergs. D Fast vergessene und mystische Orte 13
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Hanne Tews reffpunkt am Fr., den 05.09.2025, war ein schon gut bekannter Stellplatz beim familiär geführten Landgasthof Linde in Biberach im Kinzigtal. 41 Teilnehmer lauschten dem engagierten Vortrag von Albert Märkl, dem Gründer des Vereins „Wohnmobil für Klimaschutz e.V.“. Selbst Annegret und Paul waren interessiert dabei. Der noch junge Verein ( Gründung 2019) umfasst z.Zt. deutschlandweit ca. 250 Mitglieder, die bei ihren Treffen im Sinne des Umweltschutz-Gedankens tätig werden, indem sie klimastabile Bäume in bedürftigen Regionen anpflanzen...in Übereinstimmung mit Bürgermeistern, Förstern und dem NABU. Seit der Gründung wurden bereits 19.000 Bäume in ganz Deutschland gepflanzt. Mit diesem Einsatz möchte jedes Mitglied einen Teil des CO2-Ausstoßes seiner Reisen kompensieren und somit den eigenen „ökologischen Fußabdruck“ verbessern, denn jeder gepflanzte Baum speichert jährlich durchschnittlich 10 kg CO2. Die Vereinsmitglieder unterstützen ebenso den Erhalt und die Pflege wichtiger Ökosysteme wie Moore und Streuobstwiesen (CO2-Speicher). Ferner fördern sie die ökologische Gestaltung neuer WoMo-Stellplätze, wofür wir alle wohl dankbar sein dürften. Unser Applaus war Albert Märkl sicher, und der Gedanke zum Mitwirken aller reift in unseren Köpfen heran. Bei gutem Essen genossen wir einen interessanten Abend in der Linde. Am Samstag erfolgte ein früher Aufbruch zu unserem idyllischen Ziel im Prechtal/Elztal, einer wunderschönen Region im Südschwarzwald. T September - Ausfahrt zum Melcherhof 14
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Auf dem Melcherhof in Biederbach angekommen wurden unsere 13 WoMos vom Bauer Johannes auf jedem möglichen Plätzchen verteilt … vor dem Kuhstall, auf der Spielwiese, nahe den Bisons und fast im Gemüsegarten, und es hat perfekt geklappt. Um möglichst viel von den Problemen eines „heutigen Waldbauern“ zu erfahren, war am Nach-Mittag eine lustige Ausfahrt auf der Anhängerfläche des Traktors in den Wald zum „Tatort“ geplant. Ein Teil der Interessierten stieg schnaufend den recht steilen Waldweg bergan. Der junge geübte Traktorfahrer hatte merklich Spaß, war sich aber seiner wertvollen Ladung durchaus bewusst. Begriffe wie Nutzholzgewinnung, Borkenkäfervarianten, Wuchsgeschwindigkeit, Naturwaldpflege, reichlich Fachwissen, und das war auch für das Fällen einer 25 m hohen Fichte erforderlich, welche leider vom Buchdrucker - Borkenkäfer gründlich befallen war. Beeindruckend, wenn der Riese fällt. Alt war sie wohl 60 Jahre, wie Anne Marie anhand der Ringe zählte! Nach einem herrlichen Panoramablick ging es wieder holprig abwärts aua... auf dem TraktorRadlauf war es auch ziemlich abenteuerlich, wie Achim und Lothar stöhnten. 15
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Dann folgte das Highlight des Tages: 3 stattliche Bisons und eine eindrucksvolle Hybridzüchtung Kuh/Bison, besonders prächtig. Johannes hat eine enge Beziehung zu den Tieren, berichtete von misslungener Geburtshilfe. Am Abend wurden wir sehr verwöhnt: mitgebrachte vielseitige Salate schmeckten sehr gut zu den mageren und sehr leckeren Bisonfleischburgern des Hofes. Kein Fast-Food, nein, eine wahre Delikatesse !!! Begeistert waren wir dann noch vom klangvollen Klavierspiel des begabten Traktorfahrers (Neffe) zum Dessert, ein kleines Multitalent!!! Leider hat uns die Kälte an diesem Abend etwas früher als sonst ins WoMo gelockt, aber es war ein herrlicher Abend. 16 Manfred
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Eine ruhige Nacht folgte in dieser Natur, selbst den Hahn haben wir am Morgen überhört. Nach einem guten Frühstück vermittelte uns Johannes dann noch etwas Einblick in die Imkerei, betreut er doch einige gut gepflegte Bienenstöcke. Den feinen Honig bietet er auf dem Markt an, zusammen mit leckerem Bauernbrot aus dem Holzofen nach Omas Rezept und dem Bisonfleisch, frisch geschlachtet. Dazu benötigt er eine spezielle Schussgenehmigung auf seinem Grundstück. Das Tier erleidet somit keinen Stress beim Transport in den Schlachthof, was sich auch geschmacklich äußert. Zurück zur Imkerei, die auch von reichlich Schädlingen der globalen Neuzeit geplagt ist. Der bedeutendste Bienenschädling weltweit ist die winzige Varroamilbe (links), die Bienen aussaugt, die Wachsmotte (Mitte), die Waben zerstört und in besonderem Maße die asiatische Hornisse (rechts), die Flugbienen angreift und so die Völker dezimiert. Ich denke, jetzt genießen wir die Delikatesse Honig bewusster und dankbarer. Ein rundum gutes Wochenende war es. Ein ehrliches an Bauer Johannes und an Franz, der diese Ausfahrt vorzüglich organisiert hat. Bleibt alle fit und reiselustig, herzlichst Johannes auf der Suche nach der Bienen-Königin Hier ist sie ! 17 Hanne
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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Martin Lenz öchenschwand „Das Dorf am Himmel“ so genannt durch seine Lage in 1015 Metern Höhe. Deutschlands höchstgelegener heilklimatischer Kurort liegt im südlichen Schwarzwald. Alle 2 Jahre findet hier der Strohskulpturen-Wettbewerb statt. Beim Bauernmarkt in Höchenschwand-Frohnschwand an der B500 fand das Event 2025 statt. Zirka 40000 Besucher fanden sich in den 4 Wochen, in denen die Skulpturen präsentiert wurden auf dem Gelände ein. Abstimmen, wer der Gewinner sein sollte, konnte jeder Besucher. Gewonnen hat die Präsentation „Die Eiskönigin“ von der Guggemusik. Den 2. Platz belegte „Das Dschungelbuch“ erstellt von den Landfrauen. Den 3. Platz sicherte sich „Die Tuba“ von der Trachtenkapelle. H Strohskulpturen - Wettbewerb 19
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Martin Lenz as hatten wir doch im vergangenen Sommer an manchen Tagen für eine Hitze im Wohnmobil. Da helfen nur die bekannten Möglichkeiten wie fest eingebaute Klimaanlagen oder auch Dachlüfter. Im Internet habe ich ein Gadget (Gerät, Apparat bzw. technische Spielerei) entdeckt, das mir gleich im ersten Moment gefallen hat. Es handelt sich um einen Lüfter mit einer enormen Blaskraft, die am Abend das Wohnmobil schnell mit kühlerer Außenluft versorgt. Der Lüfter kann überall im Wohnmobil angebracht werden, ob am Fenster, an der Tür oder und dies möchte ich euch vorstellen in jedem Heki Dachfenster. Der Fliegenschutz wird so weit zugezogen, dass der Lüfter oben draufgelegt werden kann. Den nicht abgedeckten Teil des Fensters kann man mit einem Stück Schaumstoff oder ähnlichem abdecken damit keine Fliegen in das Wohnmobil können. Der Lüfter hat einen Akku mit 20000mAh und kann bei Bedarf über ein USB „C“ Kabel aufgeladen werden. W Vorbei mit Hitzestau im Wohnmobil 20
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Bei unserem Test ist der Lüfter 24 Stunden am Stück auf Stufe 1 gelaufen und hatte dabei 55 % seiner Kapazität verbraucht. Dies bedeutet, dass man den Lüfter fast 2 komplette Tage betreiben könnte, ohne ihn zu laden. Am Display kann man den Batteriestatus und die derzeit gewählte Geschwindigkeitsstufe ablesen. Es gibt 4 Lüfterstufen und eine integrierte LED-Beleuchtung für Notfälle. Beim großen „A“ kostet er mit 20000mAh Akku 49,99 €. Mit 10000mAh Akku muss man 33,99 € ausgeben. Bei Ali bekommt man ihn noch günstiger, ist für mich aber keine Option. Der Lüfter ist 4,5 cm dick und hat ein Gewicht von 0,77 kg. Er hat einen ausklappbaren Ständer so, dass man ihn bequem auch auf dem Tisch oder sonstiger Ablage aufstellen kann. Am Ständer ist auch ein Haken integriert, um den Lüfter irgendwo einfach aufzuhängen. Der Akku mit seinen 20000mAh kann auch als Powerbank verwendet werden, um z.B. ein Handy daran zu laden. Das 5 Blatt Design des Rotors läuft so leise, dass man bei Nacht auf Stufe 1 nichts von dem Lüfter hört und doch ununterbrochen kühle Luft ins Wohnmobil geblasen wird. Dreht man ihn um, wird die warme Luft aus dem Wohnmobil hinausgeblasen. Wir haben das Gefühl, dass wir hier eine brauchbare technische Spielerei gefunden haben. 21
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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Wolfgang Karius 606m Länge – 60m Höhe – 13 Monate Bauzeit – 12 Millionen € iese beindruckenden Zahlen kann man in großen Lettern auf der Internetseite der Rottweiler Tourismus-Information sehen. Der Weg ist frei: Hängebrücke „NECKAR LINE“ in Rottweil kommt! Bebauungsplan beschlossen / Baugenehmigung erteilt. Dies konnte man am 5. Februar 2025 in der örtlichen Presse lesen Der Weg für den Bau der Fußgänger-Hängebrücke „NECKAR LINE“ in Rottweil ist frei: Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf übergab am Mittwoch, 5. Februar, die Baugenehmigung an den privaten Bauherrn, Günter Eberhardt und seine Firma, die NECKAR LINE ROTTWEIL GmbH & Co. KG. Die Fußgänger-Hängebrücke überspannt künftig das Neckartal auf einer Länge von gut 600 Metern und wird als weitere touristische Attraktion die historische Innenstadt von Rottweil mit dem TK Elevator Testturm im Industrie- und Gewerbegebiet Berner Feld verbinden. Der Spatenstich ist bereits am Montag, 10. Februar, geplant. D Rottweils Hängebrücke NECKAR LINE 2 4 In dieser Visualisierung kann man erkennen wie die NECKAR LINE über das Neckartal führen wird
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf: „Die ,NECKAR LINE‘ ist für mich ein Herzensprojekt und wird bereits während der Bauphase zusätzliche Gäste nach Rottweil ziehen. Von unseren anderen Projekten, der ,WILD LINE‘ in Bad Wildbad, und der ,BLACKFOREST LINE‘ in Todtnau, wissen wir: Bereits die Brückenbaustelle selbst ist immer auch ein Besuchermagnet. Im Betrieb rechnen wir dann mit etwa 120.000 Besuchern im Jahr“, kündigt Bauherr Günter Eberhardt an. „Die ,NECKAR LINE‘ schlägt die Brücke zwischen Geschichte und Moderne, zwischen mittelalterlichem Stadtkern einerseits und dem hochmodernen Forschungszentrum im Testturm andererseits und stellt darüber hinaus eine eigene, spannende Attraktion dar“, ist Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf begeistert. „Einen zusätzlichen Schub für den Tourismus erwarten wir nach dem Bau der Fußgänger-Hängebrücke dann im Jahr 2028 durch die Landesgartenschau in der Stadt und im Neckartal mit vielen weiteren Erlebnissen für alle Generationen“, ergänzt Bürgermeisterin Ines Gaehn, die zugleich eine der beiden Geschäftsführerinnen für das Großereignis in der ältesten Stadt BadenWürttembergs ist. Im Februar 2025 hatte der Gemeinderat der Stadt Rottweil den Bebauungsplan für die Fußgänger-Hängebrücke beschlossen und damit den Weg für die Baugenehmigung freigemacht. Die ersten Arbeiten für die Hängebrücke werden archäologische Untersuchungen im Bereich des Bockshofs sein. Dabei handelt es sich um eine Parkanlage am Rand der historischen Innenstadt. Von dort spannt sich künftig die Fußgänger-Hängebrücke auf die andere Neckartalseite mit dem Testturm. Die Brücke ist so konstruiert, dass sie mit einem einzigen Pylon auf der stadtfernen Talseite auskommt. Eine Besonderheit der Rottweiler Fußgänger-Hängebrücke dabei ist: Sie hängt nicht einfach in der Mitte durch, sondern beschreibt eine sanfte, lang gezogene S-Kurve. Dadurch gelingt es, die Zugkräfte so umzulenken, dass die Brücke keine Stützpfeiler im Neckartal selbst benötigt. Die ersten Pläne sahen solche Stützen aufgrund der enormen Länge der „NECKAR LINE“ noch vor. INFO BAUABLAUF: Die Grabungsarbeiten im Bockshof starten ab dem 17. Februar und werden mit etwa vier bis sechs Wochen veranschlagt. Parallel dazu beginnen ab dem 10. März die Arbeiten auf der östlichen, stadtfernen, Talseite. Hier stehen zunächst Gründungsarbeiten für den rund 60 Meter hohen Brückenpylonen an. Im Verlauf des Sommers ist geplant, den Pylonen zu errichten und die Tragseile für die „NECKAR LINE“ zu spannen, ehe dann in der zweiten Jahreshälfte der Steg für die Fußgänger eingezogen werden kann. 25 Pylon der NECKAR LINE Zugang zur NECKAR LINE im Bockshof
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Der Vorhabenträger rechnet einschließlich der archäologischen Grabungen mit einer Bauzeit von etwa 13 Monaten. Im Anschluss ist ein „Soft Opening“ mit Publikumsverkehr vorgesehen, so dass nach derzeitigem Stand die offizielle Eröffnung im Mai 2026 gefeiert werden kann. INFO NECKARLINE: Die Firma Eberhardt hat bereits zwei Fußgänger-Hängebrücken im Schwarzwald realisiert, die „WILD LINE“ in Bad Wildbad und die „BLACKFOREST LINE“ in Todtnau. Mit 606 Metern wird die „NECKAR LINE“ die längste dieser drei Brücken sein. Sie ist damit mehr als doppelt so lang wie das bisher größte Rottweiler Wahrzeichen hoch: 246 Meter misst der TK Elevator Testturm mit Deutschlands höchster Aussichtsplattform. Vom Fuß des Testturms soll die Hängebrücke künftig Fußgänger zu einem Spaziergang über das Neckartal in die älteste Stadt Baden-Württembergs einladen. Bei einem Bürgerentscheid hatten sich 2017 rund 72 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für den Bau der Fußgänger-Hängebrücke ausgesprochen. Die Stadt Rottweil hatte in der Folge ein Bebauungsplanverfahren gestartet, um die rechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung der Fußgänger-Hängebrücke zu schaffen. Ergänzend wurden verschiedene vertragliche Regelungen mit dem Bauherrn getroffen, um die Brücke rechtlich abzusichern. Zum Vertragswerk gehört insbesondere ein städtebaulicher Vertrag, der die Gestaltung der Brücke im Sinne der Stadt regelt. Außerdem gewährt die Stadt Rottweil dem Bauherrn Wegerechte über städtische Grundstücke und hat ein Grundstück zum Bau von Parkplätzen im Industriegebiet Berner Feld veräußert. Der RMC Mittelbaden e.V. bedankt sich recht herzlich für die Genehmigung zur Verwendung von Textpassagen aus der Homepage der „Tourismus und Stadtmarketing Rottweil“ (Frau Weiß). Der Blick vom Thyssen Testturm auf die Hängebrücke NECKAR LINE (blaue Linie) 26
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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Martin Lenz er Hype nach der Schwarzwald Marie ist wieder ausgebrochen. Es war schon kurios als im August 2025 der Verkaufsstart für die 77000 Stück Playmobil Marie begann. Da gab es eine Woche später keine Figur im freien Handel mehr zu kaufen. Ja, der Schwarzwald und seine Accessoires sind sehr beliebt bei den Einheimischen und den Touristen. Nun gab es ab 25. Oktober eine zweite Auflage über 150000 Stück. Gleich morgens vor Öffnung der Verkaufsstelle in Baden-Baden stand ich in der Schlange, um eine Schwarzwald-Marie zu erwerben. Und siehe da ich bekam ein Stück. Aber auch dieses Mal war es so, dass viele Verkaufsstellen schon bald ausverkauft waren. Der Stückpreis lag bei 5,90 Euro. Bei verschiedenen Plattformen kann man derzeit für bis zu Euro 50,- zuzüglich Versandkosten noch eine Marie erwerben. Warum gibt es diesen Hype? Die Figur erzeugt mit ihrer detailgetreuen Tracht ein großes Heimatgefühl. Dazu kommt noch der Bollenhut sowie die Schwarzwälder-Kirschtorte. Dies sind Symbole aus dem Schwarzwald, die jeder kennt und liebgewonnen hat. D Verrückt nach der Marie 28
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Martin Lenz Der Kaiserstuhl heißt wahrscheinlich so, weil König Otto III. im Jahr 994 an diesem Ort einen Gerichtstag abhielt und die Gegend daraufhin "Königsstuhl" genannt wurde. Nachdem der junge König im Jahre 996 zum Kaiser gekrönt wurde, änderte sich der Name in "Kaiserstuhl". Der Kaiserstuhl ist ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in Südwest-BadenWürttemberg und liegt mitten in der Oberrheinischen Tiefebene, nordwestlich von Freiburg. Er befindet sich in der Nähe der Grenze zu Frankreich und der Schweiz. Der Kaiserstuhl dehnt sich auf einer Fläche von ca. 100 Quadratkilometer aus. Geschützt durch die hohen Berge der Vogesen und des Schwarzwaldes ist der Kaiserstuhl eine der wärmsten Gegenden in Deutschland. Dadurch gedeiht hier ein sehr guter Wein. Weit über 100 Weingüter und Winzergenossenschaften gibt es dort. Kleine Winzer die sich selbstvermarkten sind dabei nicht mitgezählt. An unzähligen Hängen gedeiht der Rebensaft und wird zu Edlen Weinen verarbeitet. Die höchste Erhebung in dieser Region ist der Totenkopf mit 556,6 m über NN. Auch für uns Reisemobilisten ist es eine wunderbare Gegend. Zu besichtigen gibt es schöne Dörfer, Gemeinden und Städte. Die unzähligen Kurven zwischen den einzelnen Bergen verlangen dem Fahrer eines Reisemobils volle Konzentration und bieten wunderbare Fahrmomente. Die unzähligen Stellplatzangebote die es in diesem Mittelgebirge gibt lassen unsere Herzen höherschlagen. Ob große Stellplätze für bis zu 80 Fahrzeuge oder kleine Plätze für 2-3 Fahrzeuge beim Winzer auf seinem Weinbaubetrieb. Viele dieser Stellplätze sind in einem Wohnmobilflyer des Tourismusbüro Kaiserstuhl in Breisach zusammengefasst. Im Internet kann man sich diesen Flyer herunterladen: https://www.naturgarten-kaiserstuhl.de/Service/Wohnmobilflyer.pdf So ein Wein, so eine Landschaft 29
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Ute Herter as von allerbestem Herbst-Wetter begleitete Wochenende in Oberkirch, vom 10. bis 12. Oktober 2025, begann am Freitag mit der Ankunft der Teilnehmer auf dem Stellplatz, der schon von anderen Wohnmobilisten an diesem Wochenende gut besucht war. Wir haben aber alle einen Platz gefunden, einige von uns auf dem direkt angrenzenden Parkplatz. Vom Stellplatz aus, war es dann ein kleiner gemütlicher Spaziergang zum Restaurant zur Sonne in Oberkirch wo wir um 18:00 h im Stadl zum Abendessen erwartet wurden. Nach einem sehr guten und leckeren Abendessen, mit teilweiser schwäbischer Küche - zur Freude einiger Teilnehmer - konnten wir dann den RMC M-Stammtisch fröhlich und gut gestärkt beginnen. Zur Freude Aller war auch unser „Alt-Präses“ Paul zugegen, der dieses Wochenende für uns organisiert hatte. Wir wurden alle herzlich von unserem 1.Vorsitzenden Franz begrüßt, der wiederum auch ein paar „Reinschnupperer“ begrüßen konnte. Wir hoffen, daß sich die Schnupperer Ulrike und Siggi, Moni und Siggi sowie Uschi und Edi über kurz oder lang unserem Club anschließen. Franz hat angeregt, dass wir für den Stammtisch am 30. Januar 2026 eine Teilnehmerzahl von mindestens 10 Paaren erreichen. Im Rahmen des Abends wird es auch eine Präsentation der Firma Rondo geben. Die Teilnahme lohnt sich doppelt: Neben einem geselligen Abend erhält unsere Vereinskasse eine finanzielle Unterstützung, die bei kommenden Club-Treffen für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden kann. Also: bitte zahlreich anmelden! Weiter konnte Franz berichten, dass es zwischenzeitlich einen neuen Carthago-Partner in Emmendingen gibt, welcher sehr vielversprechend klingt. Dann gab es noch Information darüber, dass sich in Österreich die Bemessungsgrundlage der Mautpflicht für Wohnmobile geändert hat. Für die Bemautung entscheidend ist nun die technisch zulässige Gesamtmasse (tzGm) und nicht mehr das eingetragene höchstzulässige Gesamtgewicht (zGG). Die tzGm wird vom Hersteller angegeben und liegt in vielen Fällen über der bisherigen Grenze. Damit sind deutlich mehr Fahrzeuge betroffen. Dies gilt dadurch auch für WohnmobilFahrende, die ihre Fahrzeuge auf 3,5 Tonnen "abgelastet", also freiwillig das höchstzulässige Gesamtgewicht reduziert hatten. Diese Wohnmobile, die jetzt noch vignettenpflichtig sind, unterliegen der höheren, fahrleistungsabhängigen Maut und benötigen damit eine GO-Box. Die Neuregelung im Detail: • Fahrzeuge über 3,5 Tonnen tzGm (bisher 3,5 t zGG) benötigen eine GO-Box • Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen tzGm brauchen eine Vignette bzw. müssen Streckenmaut zahlen D RMC M – Ausfahrt Oberkirch/Offenburg 30
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Für Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse bis inklusive 3,5 Tonnen ändert sich nichts. Es gilt weiterhin Vignettenpflicht. Franz hat dann auf die im kommenden Jahr bevorstehenden Termine hingewiesen. Insbesondere ist eine Ausfahrt an den Lago Maggiore geplant. Hierzu bitten wir nochmals alle Interessierten sich doch bitte frühzeitig, möglichst bis Ende März 2026 bei Wolfgang Karius zu melden. Nach dem Ende des offiziellen Teils, ließen wir den Abend in geselliger Runde gemütlich ausklingen. Am Samstagmorgen ging es dann schon recht früh los mit einem kurzen Gang zum Bahnhof, um dann mit der Renchtal Bahn nach Offenburg zu fahren. Dort wurden wir am Bahnhof von Paul abgeholt. Unser Weg ging durch die Stadt über Teile des SamstagMarktgeschehens und wir riskierten auch schon mal einen kleinen Abstecher zum Fischmarkt. Hier war allerdings noch nicht allzu viel los in den frühen Vormittagsstunden. Paul erwies sich dabei als Kenner der Stadt Offenburg und konnte uns einige interessante Dinge über die Stadt erzählen. Unser Ziel war ein Besuch der „Offenburger Mikwe“. Die Mikwe in Offenburg, wurde vermutlich im 16./17. Jahrhundert errichtet. Die Mikwe unter dem Haus Glaserstraße 8 in Offenburg ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Sie blieb bis in die 1970er Jahre der Öffentlichkeit verschlossen. Beim großen Stadtbrand von 1689 wurde die mittelalterliche Bebauung auf dem Grundstück über dem rituellen Bad zerstört, nur die Mikwe überdauerte geschützt unter der Erde. Bei der Errichtung der heutigen Bebauung wurde das Tauchbecken zum Brunnen umgenutzt. Die 14 Meter unter dem heutigen Bodenniveau befindliche Mikwe ist durch den Gewölbekeller des Hauses aus dem Jahr 1793 zugänglich. In den Jahren 2015/16 wurde die Mikwe denkmalgerecht saniert. In der Dauerausstellung erhalten die Besucher Informationen über die Geschichte der Juden in Offenburg, der Baugeschichte sowie den religiösen Hintergründen. Unser Stadt-Führer zur Besichtigung der Mikwe, Dirk Ortlieb ehemaliger Oberstudienrat an den kaufmännischen Schulen in Offenburg, konnte uns viele Interessante Dinge über die Mikwe, das jüdische Ritualbad nahebringen. 31
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Herr Ortlieb war bei den Erklärungen voll in seinem Element als ehemaliger Lehrer und somit ergab sich eine interessante „Lehrstunde“ mit einem munteren Frage-Antwortspiel. Wir erfuhren allerhand interessante Details über die Nutzung der Mikwe sowie allgemein über das Leben der Juden in Offenburg und dem gesamten Oberrhein-Gebiet. Nach der Führung ging es dann zum Fischmarkt. Hier konnten wir uns mit allerlei Leckerem rund um den Fisch stärken. Auch die Getränkeauswahl ließ nichts zu wünschen übrig. Zum Abschluss ein paar gebrannte Mandeln und dann machten wir uns in einzelnen Grüppchen auf den Weg zum Bahnhof und dann nach Oberkirch zurück auf den Stellplatz. 32
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Dort angekommen wurden wir am Stellplatz von einem wunderschönen, sonnigen Herbstnachmittag empfangen. Dies nutzen die meisten Teilnehmer, um sich in Grüppchen auf dem Platz zusammenzusetzen und die angenehme Herbstsonne zu genießen, selbstverständlich mit dem ein oder anderen Getränk. Um 18.00 h ging es dann zum Abendessen in die Pizzeria am Oberkircher Fußballplatz, welche von einer polnischen Familie geführt wird. Auf der Karte gab es auch einiges aus der polnischen Küche zu probieren. Es war ein fröhlicher Abend. Alle haben sich gut unterhalten und ausgetauscht. Küche und Service haben in dieser Lokalität noch viel Luft nach oben. Das kann ja noch werden ;-) Am Sonntagmorgen hieß es dann wieder Abschied nehmen. Bis zum nächsten Treff vom 7. bis 9. November. * * * * * 33 Werbung
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Martin Lenz So wie hier in der Überschrift steht es auch auf der Internetseite der: emeint ist damit Hesselbach bei Oberkirch. Die Hauptstadt der Edelbrände liegt im Hesselbacher Tal, das sich in der Vorbergzone des Schwarzwaldes befindet. Es liegt dort, wo der Schwarzwald beginnt sich über das Rheintal zu erheben. Klaus Berger hat das Hofgut ab 1993 in Pacht und später als Eigentum bewirtschaftet. Seit 2012 betreibt er den Hof zusammen mit Christel Walz seiner Lebensgefährtin. Beide haben jeweils eine Brennerlaubnis (ein Brennrecht gibt es nicht mehr. Es ist umgewandelt worden durch den Zoll in eine Brennerlaubnis), durch das wunderbare Edelbrände und Liköre erzeugt und vermarktet werden können. Beginnen wollen wir mit den einzelnen Schritten beim Schnapsbrennen. Das Schnapsbrennen ist ein traditioneller Prozess, der mehrere Schritte umfasst. Hier sind die einzelnen Schritte, die typischerweise beim Schnapsbrennen befolgt werden: Rohstoffauswahl: Zunächst wird entschieden, welcher Rohstoff verwendet werden soll. Welche Obstsorten sind verfügbar. Für einen guten Bergerschnaps werden Birnen, Süß- und Sauerkirschen, Johannisbeere, Mirabellen, Pflaumen und Zwetschgen verwendet. Maischen: Das Obst wird bei allen Sorten zuerst einmal gemaischt, beim Steinobst werden später auch die jeweiligen Steine, wenn der gewünschte Mandelton abgegeben ist, mit einer speziellen Maschine herausgenommen. Gärung: Die Maische wird anschließend mit Hefe versetzt, die den Zucker in Alkohol umwandelt. Dies geschieht in einem Gärbehälter und kann je nach Temperatur und Zuckergehalt einige Tage bis mehrere Wochen dauern. Am Ende dieses Prozesses entsteht eine Maische, die etwa 5-10 % Alkohol enthält, Destillation: Nach der Gärung kommt die Destillation, bei der die alkoholhaltige Maische erhitzt wird. Der Alkohol verdampft bei niedrigeren Temperaturen als Wasser, sodass er separiert werden kann. Der Dampf wird dann durch einen Röhrenkühler geleitet, wo er wieder als flüssiger Alkohol gekühlt herausläuft. Dieser Schritt kann mehrmals wiederholt werden, um die Reinheit und den Alkoholgehalt zu erhöhen. G Die Hauptstadt der Edelbrände 34
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Abtrennung der Fraktionen: Während der Destillation entstehen verschiedene Fraktionen: der „Vorlauf“ (enthält unerwünschte und schädliche Stoffe und ist ungenießbar), der „Herzstück – Mittellauf“ (das gewünschte Produkt) und der „Nachlauf“ (weniger qualitativ hochwertiger Alkohol). Der Mittellauf wird für den weiteren Verzehr verwendet. Reifung: Der destillierte Alkohol wird dann in Glasbehältern oder Edelstahlgefäßen gelagert, um aromatische Eigenschaften und Reife zu entwickeln. Diese Phase variiert je nach Art des Destillates. Filtration und Abfüllung: Vor der Abfüllung wird das Destillat gefiltert, um unerwünschte Partikel zu entfernen. Anschließend wird er in Flaschen abgefüllt und etikettiert. Verkostung: Schließlich kann der Schnaps verkostet und genossen werden! Um ein gutes Destillat zu erhalten, spielen die Qualität der verwendeten Rohstoffe und die Sorgfalt beim Brennen eine große Rolle. Jeder Brenner hat seine eigenen Techniken und Rezepte, sodass es viele Variationen in diesem Prozess geben kann. Im eigenen „Berger“ Hofladen und im Internet wird alles, was auf dem Hof entsteht, angeboten. https://www.obsthof-berger.de/ 35
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Obsthof Berger, Hesselbach 28, 77704 Oberkirch-Hesselbach, Telefon: 07802 5242 Unser Betrieb ist ansässig in der sonnenverwöhnten Ortenau in Oberkirch/ Renchtal und bietet Ihnen eine große Palette an naturbelassenen Produkten wie Honig, feine Edelbrände, Liköre und andere regionale Spezialitäten. Eingebettet zwischen den Ausläufern des Schwarzwalds und Rebhängen, liegt unser Obsthof im Südwesten Deutschlands. Nicht nur Schnapsbrennen hat bei uns lange Tradition, auch unser aromatisches Obst wird mit viel Freude und Liebe zu verschiedensten Köstlichkeiten weiterverarbeitet, zu feinen und erlesenen Spirituosen. Liebe Camper Gerne dürft Ihr euch bei uns melden, wir sind Gastgeber von Landvergnügen seit 2021 und freuen uns über jeden Anruf. Telefonische Anfrage ist erwünscht. Werbung 36
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Ursula Karius iese Suppe ist ideal aus WOMO-Vorräten zu kochen und unterscheidet sich von der französischen Zwiebelsuppe durch das Abbinden mit Mehl und Legieren mit Eigelb und Sahne. Dadurch ist sie auch sättigend. Badische Zwiebelsuppe mit Kracherle Zutaten: für 2-4 Personen • 500 g Zwiebel • 1 Knoblauchzehe (muß nicht) • 80 g Butter • 2 EL Mehl • 1,2 l Fleisch- oder Gemüsebrühe • 125 ml Weißwein • 2 Eigelb • 4 EL Sahne • Salz und Pfeffer, Muskatnuss • 1-2 Brotscheiben • 4 EL geriebener Bergkäse • Petersilie zum Bestreuen Zubereitung: Für die Suppe Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden, Knoblauch fein würfeln und in einem Kochtopf mit 80g Butter für ca. 5 Minuten weichdünsten. Dann Mehl darüber stäuben und gut verrühren. Anschließend mit der Rindsuppe unter gutem Rühren aufgießen und etwa 25 Minuten bei kleiner Hitze kochen. Eigelb mit Sahne und Wein verquirlen und die Suppe damit legieren. Für die Kracherle das Brot in 1 cm dicke Würfel schneiden und in der Pfanne knusprig braten. In den letzten 3 Minuten fein geriebenen Bergkäse darüber streuen und kurz mit geschlossenem Deckel anschmelzen lassen. Die Suppe zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Zum Anrichten die Suppe auf tiefe Teller verteilen und mit Kracherle (Croutons) und Petersilie servieren. D Neues aus der WoMo - Küche Was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen. 37
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) Wann man in Deutschland Reifen wechseln muss! ann muss ich Winterreifen aufziehen? Welches Bußgeld droht, wenn ich es nicht tue? Was gilt für Ganzjahresreifen? Die wichtigsten Fragen zur Winterreifenpflicht in Deutschland. • In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht • Motorräder sind davon ausgenommen • 1,6 mm Restprofil sind vorgeschrieben, 4 mm empfehlenswert Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in Deutschland nicht, stattdessen eine situative. Das heißt, dass man bei winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte, nur mit Winterreifen fahren darf. Die Faustformel von Oktober bis Ostern (O bis O) ist ein grober Hinweis, hat rechtlich jedoch keine Relevanz. Die Pflicht gilt übrigens nicht für Anhänger. Der ADAC rät jedoch, auch bei Anhängern geeignete Reifen zu verwenden. Die situative Winterreifenpflicht gilt dann als erfüllt, wenn auf allen Radpositionen, also auf allen vier Rädern, Winterreifen montiert sind. Aktuelle Winterreifen erkennt man am Alpine-Symbol, einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Reifen, die nur eine M+S-Kennzeichnung (Matsch und Schnee) haben, sind bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr erlaubt. Hohes Bußgeld ohne Winterreifen Der Verstoß wird für den Fahrer mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro geahndet, werden andere behindert kostet er 80 Euro. Außerdem gibt es einen Punkt in Flensburg. Dem Halter drohen 75 Euro und ebenfalls ein Punkt. Ausnahmen bei Winterreifenpflicht Die Winterreifenpflicht gilt unter anderem nicht für folgende Fahrzeuge: • einspurige Kraftfahrzeuge (zum Beispiel Motorräder) • Nutzfahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft • motorisierte Krankenfahrstühle im Sinne des § 2 Nummer 13 FZV Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen ein Fahrzeug, für das diese Ausnahme gilt, mit Sommerreifen fahren will, muss über alle allgemein gültigen Verpflichtungen hinaus eine Reihe von Regeln einhalten. Dazu gehört es auch, vor jeder Abfahrt zu prüfen, ob es erforderlich ist, die geplante Fahrt durchzuführen, da das Ziel mit alternativen Verkehrsmitteln nicht erreichbar ist. Zudem darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Profiltiefe bei Winterreifen Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt auch für Winterreifen 1,6 Millimeter. Der ADAC empfiehlt aus Sicherheitsgründen jedoch mindestens vier Millimeter. Ebenso einen Austausch nach spätestens sechs Jahren, weil dann die Gummimischung so hart geworden ist, dass der "Grip" bei tiefen Temperaturen nachlässt. W Winterreifenpflicht 3 8
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Ganzjahresreifen im Winter? Ganzjahresreifen sind im rechtlichen Sinn Winterreifen, wenn sie das "Alpine"-Symbol haben. Unfall mit Sommerreifen Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen einen Unfall mit Sommerreifen verursacht, dem können wegen grober Fahrlässigkeit Leistungen in der Kaskoversicherung gekürzt werden. Auch kann es bei einem unverschuldeten Unfall mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung Probleme geben, weil Sie sich, je nach Einzelfall, ein Mitverschulden anrechnen lassen müssen. Regeln für Winterreifen und Schneeketten in Europa Winterreifenpflicht Schneekettenpflicht Bußgeld Österreich Ja, bei winterlichen Straßenverhältnissen von 1.11. bis 15.4. Nach Beschilderung bis zu 5.000 Euro Schweiz Nein, aber Mithaftung im Fall eines Unfalls durch ungeeignete Bereifung Nach Beschilderung ca. 105 Euro Italien Nicht einheitlich. Manchmal durch Schilder angezeigt, in Südtirol von 15.11. bis 15.4. Nach Beschilderung 87 bis 345 Euro (Bußgeldrahmen) Frankreich Ja, in einigen Regionen permanente Winterreifenpflicht Nach Beschilderung 135 Euro (Weiterfahrt wird untersagt) Slowakei Ja, bei winterlichen Straßenverhältnissen nein ab 50 Euro Norwegen Nein Nein, aber Fahrzeuge mit Sommerreifen müssen bei winterlichen Straßen mit Schneeketten ausgerüstet sein ab 85 Euro Polen Nein Nach Beschilderung – Tschechien Ja, bei winterlichen Straßenverhältnissen von 1.11. bis 31.3. des Folgejahres nein 60 bis 100 Euro 39
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR von Ursula Karius as kaltfeuchte Novemberwetter hielt die RMCM-Mitglieder nicht zurück, zahlreich mit 18 Fahrzeugen zu unserer Novemberausfahrt vom 07. bis 09.11.25 anzureisen. Die Organisatoren Eva und Achim Klein waren bereits früh angereist, um die ankommenden Reisemobile einzuweisen. Wie sich schnell herausstellte, war das auch notwendig. Mit Schrecken stellten sie nach ihrer Ankunft fest, dass mehrere Stellplätze mit Wohnwagen belegt waren, die normalerweise in der offenen Halle geparkt sind. Schnell hat ein Anruf bei Ortsvorsteher Kammerer die Situation geklärt, er kam auch prompt persönlich mit dem Traktor vorbei, mit dem er gerade unterwegs war. An diesem Abend feierte das Dorf bereits Sankt Martin und benötigte die Halle und den Vorplatz. Die Situation konnte aber schnell geklärt werden, da wir vor den Wohnwagen parken konnten. Auch hat er uns Ausweichplätze angeboten, die wir aber nicht benötigten. So gingen wir gegen 18:00 Uhr alle gut untergebracht zum Stammtisch in „Bauhöfers Braustübl“. Dort wurden wir mit ordentlicher Brauereiküche und guten Bieren und Weinen versorgt. Danach informierte uns Franz über die aktuellen Clubneuigkeiten. Dabei machte er besonders auf das Clubtreffen vom 30.01. bis 01.02.25 aufmerksam. Dabei findet am Freitagabend eine Verkaufsveranstaltung der Firma Rondo (ohne Kaufzwang) statt, die uns bei einer Teilnahme von 10 Paaren 500 € in die Kasse „spült“. Dann informierte uns noch Achim über den Ablauf des Wochenendes und so konnte der Abend beim gemütlichen Zusammensein, beim einen früher, beim anderen später ausklingen. Am Samstagmorgen um 10:50 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Besichtigung der Familien-Brauerei Bauhöfer. Insgesamt 25 Personen wurden von Karl-Heinz Kutz herzlich empfangen. Die Geschichte der Brauerei Bauhöfer reicht bis ins Jahr 1852 zurück und befindet sich momentan in der fünften Generation. Ehrliche Biere von höchster Qualität, das ist seit jeher der Anspruch der Familienbrauerei Bauhöfer. Diesem Qualitätsbewusstsein ist die Familie heute noch verpflichtet. Nach über Generationen überlieferten Rezepturen wird hier vorgegangen. Und auch andere Traditionen werden beibehalten. So werden ausschließlich Rohstoffe von höchster Güte aus der Region, sowie Reinzuchthefe aus eigener Herstellung und vorzügliches Schwarzwälder Brauwasser aus dem eigenen Tiefbrunnen verwendet. „Auch handwerklich halten unsere Braumeister“, so Karl-Heinz Kutz, „an manch althergebrachter Vorgehensweise fest. Wir verwenden beispielsweise heute noch offene Gärbottiche. Dies ist zwar mit mehr Aufwand verbunden, aber nur so können wir dem Bier die beim Gärungsprozess entstehenden Gerb- und Bitterstoffe entziehen, wodurch wir unseren besonders ausgewogenen und harmonischen Geschmack erreichen. Dafür geben wir jedem Bier auch heute noch in kleinen Lagertanks die Zeit, die es braucht, um zu reifen.“ D Mal wieder zu Gast in Renchen - Ulm 40
RMC Mittelbaden e.V. Nr. 79 WIR Die Bierherstellung umfasst die Schritte Mälzen, Maischen, Läutern, Würzekochen mit Hopfen, Gären und Abfüllen. Zunächst wird das Malz geschrotet und mit Wasser zu einer Maische vermischt, die dann erhitzt wird, um Stärke in Zucker umzuwandeln. Anschließend werden die festen und flüssigen Bestandteile (Würze) getrennt. Die heiße Würze wird mit Hopfen gekocht, gekühlt und vergoren, wobei Hefe den Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandelt. Nach der Reifung wird das Bier gefiltert und abgefüllt. Die einzelnen Schritte noch einmal etwas ausführlicher beschrieben: 1. Mälzen und Schroten • Getreidekörner (meist Gerste) werden zum Keimen gebracht, damit sie Enzyme bilden. • Danach wird das Getreide wieder getrocknet und geschrotet. 2. Maischen und Läutern • Das Malzschrot wird mit Wasser zur Maische vermischt und erhitzt. • Die Hitze aktiviert die Enzyme, die die Stärke des Malzes in Zucker umwandeln. • Im Läuterbottich werden die festen von den flüssigen Bestandteilen getrennt: die flüssige Würze fließt ab, während die festen Bestandteile (Treber) zurückbleiben. 3. Kochen und Hopfen • Die abgetrennte Würze wird in der Sudpfanne mit Hopfen gekocht. • Der Hopfen gibt Bitterstoffe, Aroma und Haltbarkeit. 4. Gären • Die heiße, gehopfte Würze wird gekühlt und mit Hefe versetzt. • Die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol und Kohlensäure um. Dieser Prozess dauert etwa eine Woche. 5. Lagern und Abfüllen • Das Jungbier reift mehrere Wochen bei kühlen Temperaturen, um seinen Geschmack zu verfeinern. • Anschließend wird es filtriert und in Flaschen, Dosen oder Fässer abgefüllt. 41
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