WIR 81- August 2026

Herausgeber: Reisemobil-Club Mittelbaden e.V. Ausgabe 81 - August 2026 e.V. Der RMC Mittelbaden e.V. in Straßburg

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Vorstandswort Wir wandern zu Benny’s Ranch EU fordert jährliche HU Wohnmobilgast landet beim DIXI-Klo Endlich – Neue Stellplätze in Rastatt Teufelsbrücke Frankreichs Crit-Air-Pflicht vor dem Aus? Hänßel SB-CarWash Neue niederländische LKW - Maut „Drei Geburtstage – eine Feier“ Hochzeit in Baiersbronn Der Reiz liegt im Minimalismus Bei Stau gibt’s Geld zurück ! Brückenhäuser Treffen in Dietingen Hab mir ein Wohnmobil gebaut ! Bußgeld wegen deutscher Parkscheibe Fast vergessene und mystische Orte Schwarzenbachtalsperre Stellplatztipp Seltz Der Tegelberg - eine königliche Landschaft Ein heißes Wochenende im Juli Neues aus der WoMo - Küche Sommerfest beim WCO in Hemau Vorschau RMC M – Kalender 2026 Neues aus der WoMo – Küche Vorschau September - Dezember RMC M – Kalender 2026 Inhalt 2 4 8 10 12 15 16 19 20 22 27 30 32 33 3 49 Herausgeber: Die Vorstandschaft des RMC Mittelbaden e.V. Franz Killig Alle Verantwortlichen sind über das Internet www.rmc-mittelbaden.de, oder unsere E-Mail-Adresse wir-redaktion@online.de erreichbar. Die in diesem Heft gedruckten Berichte und Briefe sind persönliche Meinungsäußerungen der WIR-Leser. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des RMC Mittelbaden e.V. Redaktion und Druck: Martin Lenz, Wolfgang Karius, Tom Milkowsky Impressum RMC Mittelbaden e.V. 34 37 38 40 42 45 46 48 51 52 4 10 15 22 33 40 46 52 55 56

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Franz Killig Liebe Mitglieder, mit dieser Ausgabe haltet ihr bereits die zweite Ausgabe unseres WIR in diesem Jahr in den Händen. Das möchte ich zum Anlass nehmen, mich ganz herzlich bei allen zu bedanken, die mit ihrem Einsatz immer wieder zum Gelingen unserer Clubzeitschrift beitragen. Mein besonderer Dank gilt unseren Redakteuren Wolfgang und Martin, die jede Ausgabe mit viel Engagement und Sorgfalt zusammenstellen. Ebenso danke ich unserem Druckprofi Tom, der dafür sorgt, dass unsere Zeitschrift in gewohnt hoher Qualität erscheint. Nicht zuletzt möchte ich allen Mitgliedern danken, die durch ihre Berichte, Reiseerlebnisse und Beiträge unser WIR mit Leben füllen. Ohne eure Unterstützung gäbe es viele Geschichten, Erinnerungen und Informationen nicht, die unsere Clubgemeinschaft so besonders machen. Wenn wir auf die vergangenen Monate zurückblicken, können wir bereits auf einige schöne und abwechslungsreiche Veranstaltungen zurückschauen. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse, interessanten Begegnungen und geselligen Stunden zeigen einmal mehr, wie lebendig unser Clubleben ist. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung unsere Mitglieder an den Ausfahrten und Veranstaltungen teilnehmen. Aktuell richtet sich mein Blick bereits auf die bevorstehende Roller- und Fahrradtour 2026. Ich freue mich darauf, viele von euch dort zu treffen und gemeinsam einige unbeschwerte Tage zu verbringen. Für diese Veranstaltung wünsche ich uns allen schon heute bestes Wetter, viel Freude an der Bewegung, schöne gemeinsame Erlebnisse und vor allem eine stets unfallfreie Fahrt. In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin viele schöne Reisen, interessante Entdeckungen und vor allem eine gute Zeit mit unserem gemeinsamen Hobby. Herzliche Grüße Franz Killig 1. Vorsitzender RMC Mittelbaden e.V. Vorstandswort 3

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Hanne Tews Generalversammlung 17./18./19. April 2026 in Lautenbach it großer Beteiligung fand unsere diesjährige Generalversammlung wieder in unserem Stammlokal Keuz in Lautenbach statt. Besonders erfreulich war die Anwesenheit unseres tapferen Paul, der trotz aller gesundheitlichen Herausforderungen gute Laune und Zuversicht ausstrahlte – bewundernswert!! Unser neu gewählter Vorstand Franz Killig meisterte seine Premiere mit Bravour, wie nicht anders zu erwarten war. Auch sonst verlief alles vereinsgerecht, reibungslos und harmonisch bei gutem Essen und unterhaltsamen Gesprächen. Nach ruhiger Nacht auf dem Stellplatz in Lautenbach zeigte sich auch der Samstag wettertechnisch von seiner schönsten Seite. Bereits am Vormittag herrschten herrliche Frühlingstemperaturen beim Start der auch von Franz geplanten Wanderung. M Wir wandern zu Benny's Ranch 4

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Die Strecke führte durch schattige Waldgebiete, über bergab und bergauf verlaufende kleine Wege, hin zu wunderschönen Aussichtspunkten mit Blick auf unberührte Natur und Obstplantagen. Unterwegs war sogar eine „Tankstelle“ zur Erfrischung eingeplant. Unser Ziel war der Oberhof mit „Bennys Ranch“ im Teilgebiet Sendenbach in Lautenbach, eine kleine Farm, die besonderen Wert auf artgerechte Tierhaltung legt. In moderner Offenstallhaltung werden hier seit 26 Jahren reinrassige Limousin-Rinder von beeindruckender Schönheit in Mutterkuhhaltung gehalten. Ihr Ursprung ist die Region Limousin in Frankreich. Im Sommer dürfen die glücklichen Tiere auf der Weide sein, im Winter Winter im modernen Laufstall. 5

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Zum weiteren Tierbestand zählen Alpakas, Dromedare, Pferde und Ponys, Minipigs, Meerschweinchen, Hasen, Schafe und Katzen. Der Hof präsentierte sich äußerst gepflegt und einladend – ein echtes Vorzeigeobjekt für Familien mit Kindern, ein wahres Tierparadies. Hier wurde nun ausgiebig und gut gevespert...auf gemütlichen Bänken mit attraktivem Ausblick. Das leckere Angebot an Essen und Trinken wurde gut angenommen, für jeden war etwas dabei. Der Rückweg über die bequeme Straße ermöglichte noch schnell einen Apfeleinkauf, und dann kam wieder eine nette Stuhlrunde vor den Womos in herrlichem Sonnenschein auf dem Platz zustande. Der Besuch der Lautenbacher Pizzeria rundete den Tag harmonisch ab. Der Sonntag startete zwar wolkig, aber noch warm. Es war wieder mal ein gelungenes Wochenende in schöner Gemeinschaft, Danke Dir, lieber Franz. Bis demnächst grüßt euch herzlichst Hanne 6

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) EU scheitert mit TÜV-Plänen für ältere Autos Die EU-Kommission wollte für ältere Autos eine jährliche Hauptuntersuchung (HU) einführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Nun sind diese Pläne vom Tisch. • Verkehrsausschuss des EU-Parlaments stimmt gegen jährliche HU • Betroffen wären alle mehr als 10 Jahre alten Autos gewesen ie EU-Kommission hatte neue Regeln für die Verkehrssicherheit geplant, um Unfälle zu verhindern und die Zahl der Unfallopfer zu senken. Der Vorschlag hätte Besitzerinnen und Besitzer älterer Autos, deren Erstzulassung mehr als zehn Jahre zurückliegt, betroffen. Nach den Plänen der Kommission hätten diese Fahrzeuge jedes Jahr eine Hauptuntersuchung (HU) bestehen müssen. In Deutschland sind dies mehr als 23,4 Millionen Pkw, der Anteil am Gesamtbestand liegt bei 47,1 Prozent. Ältere Autos jährlich zum TÜV: Pläne vom Tisch Nachdem sich bereits Ende 2025 der Rat der EU gegen diese Neuerung ausgesprochen, hat am 5. Mai 2026 der Verkehrsausschuss (TRAN) des Europäischen Parlaments u.a. zur Hauptuntersuchung (HU) abgestimmt. Dabei wurde der Vorschlag der Kommission abgelehnt, die Prüfintervalle für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge älter als zehn Jahre von zwei Jahren auf ein Jahr zu verkürzen. Dieses Ergebnis wurde ausdrücklich begrüßt. Es wurde im Vorfeld eine jährliche HU als unverhältnismäßig kritisiert. D EU fordert jährliche HU 8

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Laut EU-Kommission verfolgt der Vorschlag das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle und der Unfallopfer zu senken. Die Behörde rechnet damit, dass die Einführung jährlicher Prüfungen von Pkw und Kleintransportern zu einem Prozent weniger Verkehrstoten und Verletzten führen könnte. Ältere Fahrzeuge seien pannenanfälliger, zudem hätten Studien gezeigt, dass sie häufiger in Unfälle verwickelt sind. Da Autos für den weitaus größten Teil der Todesfälle verantwortlich seien und selbst wenn technische Defekte nur einen relativ geringen Anteil an den Unfallursachen ausmachten, könne die jährliche Inspektion älterer Autos einen erheblichen Unterschied machen. Dies gelte insbesondere für die Sicherheit. Häufigere HU wirkt sich nicht auf Verkehrssicherheit aus Die Verkehrsunfallforschung der TU Dresden hatte bereits in einer früheren Studie im Auftrag des ADAC nachgewiesen, dass eine Verkürzung der HU-Fristen auf ein Jahr keinen messbaren Einfluss auf die Verkehrssicherheit hat. Dank regelmäßiger, sachverständiger und umfassender technischer Inspektionen zeichnet sich die deutsche Fahrzeugflotte durch eine geringe Quote technischer Mängel aus. Zudem sind nur wenige der festgestellten Mängel unfall- bzw. sicherheitsrelevant. Des Weiteren wurde der Umfang der Hauptuntersuchung bereits in den letzten Jahren aufgrund der komplexeren Fahrzeuge deutlich erweitert. Insbesondere wurde der Fokus dabei auf Assistenzsysteme, E-Mobilität und das Auslesen von Fehlercodes gerichtet. Aber auch die Überwachung der Emissionen wurde mit der Wiedereinführung der Endrohrmessung in Deutschland im Jahr 2018 sowie der Einführung der neuen Partikelzahlmessung für Euro-6-Diesel ab 1. Juli 2023 deutlich verstärkt. Deutschland: Auto muss alle zwei Jahre zum TÜV In Deutschland müssen Fahrzeuge in der Regel alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, unabhängig davon, wie alt ein Fahrzeug ist. Für Neuwagen steht die erste Inspektion nach 36 Monaten an. Wer die Frist für den Termin verpasst und sich nicht rechtzeitig eine neue TÜV-Plakette abholt, muss im Fall einer Fahrzeugkontrolle mit einem Bußgeld rechnen. In vielen EU-Staaten müssen ältere Autos bereits jährlich zur Inspektion. 9

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) Ausgerechnet beim tête-à-tête wird der fehlende ReisemobilStellplatz in Rastatt schmerzhaft bewusst. ohin mit dem Inhalt der WC-Kassette aus dem Wohnmobil? Wolfgang Schön ist ein eingefleischter Fan des tête-à-tête. Zum fünften Mal hatte sich der Heidenheimer in der vergangenen Woche mit seiner Familie auf den Weg nach Rastatt gemacht. Die Tochter war sogar extra aus Kassel angereist. „Das ist untragbar für eine Stadt wie Rastatt.“: Wolfgang Schön - Tourist und tête-à-têteGast. Doch verlassen hat die Familie die Barockstadt am Montag mit gemischten Gefühlen: Hier, einmal mehr, helle Begeisterung über das Straßentheaterfestival; da Frust über die Art, wie sich Rastatt gegenüber einer bestimmten Gästeklientel präsentiert. Denn Familie Schön war abermals mit ihrem Wohnmobil angereist – in einer Stadt, die auf solche Touristen nicht vorbereitet ist. Das bekamen die Gäste aus Heidenheim bei Folgen eines menschlichen Bedürfnisses zu spüren. Die Schöns ließen sich diesmal auf dem Festplatz nieder. Und wie das bei Wohnmobilisten eben so ist: Nach zwei Tagen war die Kassette der Toilette im Wagen gefüllt. Also klemmte Wolfgang Schön wie schon vor zwei Jahren die Kassette aufs Fahrrad, um auf dem ehemaligen, mittlerweile geschlossenen Wohlmobilhafen beim Alohra-Parkplatz die Hinterlassenschaften in der Entsorgungsstation zu entleeren. Doch die war weg.„Da war die Lage plötzlich prekär“, sagt Schön. Und weil der tête-à-tête-Fan W Wohnmobilgast landet beim DIXI-Klo 10

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR während des großen Festivals bestimmt um die 50 Wohnmobile in der Stadt gesichtet hat, hoffte er auf guten Rat anderer Caravan-Reisender. „Wie macht ihr denn das?“, fragte er bei mehreren Begegnungen. „Da hält sich jeder bedeckt“, seufzt Schön. Er glaubt auch zu wissen, warum: „Keiner sagt, dass er das Zeug ins Gebüsch schüttet. Das sind ja Zustände wie an der Costa Brava.“ Schön kann über die Situation nur den Kopf schütteln. „Das ist untragbar für eine Stadt wie Rastatt, die ein solches Festival ausrichtet. Man kann doch nicht einfach eine Entsorgungsanlage stilllegen.“ Eigentlich hätte das Problem gar nicht akut werden müssen. Schließlich war schon länger klar, dass es sich bei dem Stellplatz am Alohra um ein Auslaufmodell handelt. Mitte 2020 hatten die Stadtwerke als Betreiber den Hafen schon einmal geschlossen – und nach Kritik wieder geöffnet. 2023 beschloss dann der Gemeinderat, am Parkplatz bei der Schließbrücke einen neuen Wohnmobilhafen anzulegen. Seither ist eine Menge Wasser die Murg hinuntergeflossen – vom Caravan-Stellplatz aber noch keine Spur. Denn es stellte sich heraus, dass das Gelände ungeeignet ist. Ein angrenzendes FFHSchutzgebiet, Bäume als Teil eines flächenhaften Naturdenkmals und ein unterirdisches Regenüberlaufbecken waren K.-o.-Kriterien. Im Rastatter Rathaus nimmt man den jetzigen Fall eher gelassen zur Kenntnis. „Aktuell können Wohnmobilreisende auf dem Murgtal-Campingplatz in Rastatt gegen Gebühr sowohl die Entsorgungsmöglichkeiten als auch die Sanitäranlagen einschließlich Duschen nutzen. Hinzu kommen mehrere weitere Entsorgungsstationen in der Region, beispielsweise in Malsch und Rheinmünster“, erläutert Pressesprecherin Heike Bornhäußer die Sachlage. „Da die meisten Wohnmobilgäste ohnehin nur ein oder zwei Nächte in Rastatt verbringen und anschließend weiterreisen, stehen entlang der üblichen Fahrtrouten zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Verfügung, etwa in Ötigheim, Muggensturm, Bad Rotenfels, Plittersdorf oder Stollhofen/Söllingen.“ Doch offensiv scheint man das nicht mal hausintern zu kommunizieren. Denn Wolfgang Schön hatte in seiner misslichen Lage Rat bei der Tourist-Info gesucht. Dort fand er zwar bei einer „sehr freundlichen Dame“ Gehör. Doch die Mitarbeiterin konnte dem Gast auch nicht aus dem Dilemma helfen. Lediglich einen Tipp habe sie parat gehabt, berichtet Schön. Beim Bildungshaus St. Bernhard gebe es Wohnmobilplätze. Also radelte Schön zum ehemaligen Konvikt. In der Tat: Beim katholischen Bildungshaus gibt es Stellplätze, aber keine Entsorgungsanlage. Frustriert fuhr der Caravanist davon, als ihm bei einer der vielen Stadtwerke-Baustellen ein Geistesblitz kam. Warum nicht in einem mobilen Dixi-Klo entsorgen? Tatsächlich war eine Anlage beim Zay nicht verschlossen. Schön war im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert. Ist ihm jetzt Rastatt vergällt? Nein, zum nächsten tête-à-tête wolle er selbstverständlich wiederkommen. „Ich hoffe, dass die Stadtverwaltung bis dahin in die Puschen gekommen ist.“ Das könnte sogar sein. Denn OB Monika Müller (SPD) plant die Einrichtung von zwei Wohnmobilstellplätzen. Der Gemeinderat werde die Pläne am 22. Juni beraten. Zu den beiden Standorten hüllt sich das Rathaus noch in Schweigen. Und vorsorglich wird schon mal tiefgestapelt. „Die geplanten Stellplätze sind bewusst als einfaches Angebot für Kurzzeitgäste konzipiert. Sie richten sich an Wohnmobilreisende, die ein bis drei Nächte in Rastatt verbringen möchten“, erläutert Pressesprecherin Heike Bornhäußer. Noch in diesem Sommer sollen die Anlagen in Betrieb gehen. Die OB wolle eine „schnelle, pragmatische und kostengünstige Möglichkeit für Wohnmobilfahrer anbieten“, so Bornhäußer. Angesichts dieser Umstände sollte Wolfgang Schön vielleicht lieber nicht darauf wetten, dass eine solche Schmalspur-Variante auch eine Entsorgungsstation beinhaltet. 11

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius Die folgende Pressemitteilung erhielt ich am 30.7. von Frau Freund, Tourismusmanagerin der Stadt Rastatt. Ab Samstag, 1. August: Neue Wohnmobilstellplätze erweitern das touristische Angebot in Rastatt ie Stadt schafft zum Ferienstart ein neues Angebot für Wohnmobilreisende: Ab Samstag, 1. August, stehen zwei Anlagen für Wohnmobile zur Verfügung – zehn Plätze am Festplatz „Zur Friedrichfeste“ sowie sechs Plätze am Waldfriedhof im Berliner Ring „Am Stadtwald“. Damit greift die Stadt die wachsende Nachfrage nach innenstadtnahen Stellplätzen auf und stärkt zugleich den Tourismus. Oberbürgermeisterin Monika Müller dankte bei einem Vor-Ort-Termin am Festplatz allen extern und intern Beteiligten, die dazu beigetragen hatten, dass Wohnmobilisten künftig in Rastatt ein einfaches, aber zentral gelegenes Angebot finden: „Wir laden dazu ein, von den schön beschatteten Stellplätzen am Festplatz aus die Stadt kennenzulernen. Je nach Nachfrage wollen wir das Angebot künftig ausbauen. Jetzt gehen wir die ersten Schritte, um Rastatt zunächst als Ziel für Wohnmobilreisende zu etablieren.“ Stellplätze für autarke Wohnmobile geeignet Die Stadtverwaltung hat vorab verschiedene Standorte geprüft. Mit den beiden nun eingerichteten Plätzen entsteht zunächst ein zeitlich befristetes Angebot bis zur Landesgartenschau 2036. Rund 40.000 Euro investierte die Stadt in die Einrichtung der beiden Standorte. Die Stellplätze sind ausschließlich für autarke Wohnmobile geeignet. Auf eine Frischwasser- und Stromversorgung sowie eine Entsorgungsmöglichkeit vor Ort wurde aufgrund der Erprobungsphase verzichtet. D Endlich – Neue Stellplätze in Rastatt Festplatz Rastatt Stellplatz 1 Stellplatz 2 Waldfriedhof Rastatt 12

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Am Standort „Zur Friedrichfeste“ sind zehn Stellplätze in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt entstanden. Von dort aus lassen sich Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und kulturelle Einrichtungen bequem zu Fuß erreichen. Die Stellplätze sind jeweils zehn mal fünf Meter groß und durch Holzstämme voneinander abgegrenzt. „Stellplätze sind eine Bereicherung“ Wolfgang Karius vom Reisemobilclub Mittelbaden, der gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin die Stellplätze in Augenschein nahm, freute sich über das neue Angebot: „Die neuen Wohnmobilstellplätze sind eine Bereicherung für Rastatt.“ Bargeldlose Nutzung über Plattform Parkn’Sleep Die Bezahlung erfolgt bargeldlos über die Plattform Parkn'Sleep. Eine Reservierung ist nicht möglich, die aktuelle Auslastung der Stellplätze kann jedoch jederzeit über die App oder die Internetseite von Parkn’Sleep eingesehen werden. Die Gebühr beträgt fünf Euro pro Nacht von November bis März und acht Euro pro Nacht von April bis Oktober. Hinzu kommt eine Plattformgebühr von 15 Prozent. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt drei aufeinanderfolgende Nächte. Alternativstandort am Waldfriedhof Da der Festplatz mehrmals im Jahr – etwa während des Jahrmarkts – anderweitig genutzt wird, hat die Stadt zusätzlich einen zweiten Standort eingerichtet. Die nächste Sperrung des Festplatzes „Zur Friedrichfeste“ erfolgt wegen des Herbstjahrmarkts bereits ab Freitag, 21. August. Als Alternative stehen ganzjährig sechs Stellplätze „Am Stadtwald“ (Berliner Ring 11) zur Verfügung. Auch dieser Platz richtet sich ausschließlich an Wohnmobile, die unabhängig von Stromanschlüssen und Abwasser- und Toilettenanlagen genutzt werden können. Er ist über die Autobahn und Bundesstraßen gut erreichbar und mit der Buslinie 235 an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Übernachtungsgebühr beträgt dort ganzjährig fünf Euro. Aufgrund der Nähe zum Waldfriedhof bittet die Stadt Wohnmobilgäste angesichts der Friedhofsruhe besondere Rücksicht zu nehmen. Bildunterschrift: Der erste Probelauf auf dem neuen Wohnmobilstellplatz am Festplatz ist geglückt. Wolfgang Karius vom Reisemobilclub Mittelbaden besichtigt gemeinsam mit der städtischen Tourismus-Managerin Wiebke Freund, Oberbürgermeisterin Monika Müller und Anne-Sophie Fulda von der Stadtplanung (von links) die Örtlichkeit. Foto: Stadt Rastatt/Isabelle Swoch-Joyon 13

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Martin Lenz lle die nach Spanien fahren und die kostenfreie AP-7 benutzen kommen auf der Höhe von Tarragona am Aqüeducte de les Ferreres vorbei. Im Volksmund auch Pont del Diable (Teufelsbrücke) genannt. Erbaut wurde sie im 1. Jahrhundert n. Chr. Bei den Koordinaten 41°08´41.7“ N und 1°14´34.7“ E liegt auf der AP-7 die Einfahrt zu einem kleinen Parkplatz, von dem aus man das Aqüeducte sehen kann. Es ist eines der am besten erhaltenen römischen Aqüeducte der Welt. - Von einer alten Sage stammt der Name „Teufelsbrücke“ ab. Als die Brücke nach einem Sturm eingestürzt sei hätte der damalige Baumeister in seiner Verzweiflung ausgerufen, dass nur der Teufel eine Brücke die tausend Jahre halten kann bauen könne. Der Teufel erschien und baute die Brücke in einer Nacht. Als Preis wollte er die Seele des ersten Lebewesens, das über die Brücke geht. Die Bewohner wendeten eine List an und schickten zuerst einen Esel über die Brücke -. Die Brücke besteht aus zwei Ebenen mit insgesamt 36 Bögen unten und oben. Sie ist 217 Meter lang und 27 Meter hoch. Sie diente dazu Wasser aus dem Fluss Frankoli in die damalige Stadt Tarraco zu leiten. A Teufelsbrücke 15

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) Brauchen Camper 2026 keine Umwelt-Plakette mehr? Frankreich plant die Abschaffung aller Umwelt-Zonen. Für Camper mit älteren Wohnmobilen ein echter Reise-Booster – oder doch zu früh gefreut? rankreichs umstrittenes System der Umweltzonen steht vor dem Aus — und das könnte für Wohnmobilistinnen und Wohnmobilisten eine echte Erleichterung sein. Besonders diejenigen, die ein älteres Fahrzeug besitzen, könnten bald deutlich freier reisen als bisher. Was war das Crit’Air-System? Seit 2019 sind in mehreren französischen Städten sogenannte ZFE-Zonen ("Zones à faibles émissions") eingeführt worden – Gebiete, in die nur Fahrzeuge mit bestimmten Crit’Air-Plaketten einfahren dürfen. Das Ziel: die Luftqualität verbessern und Schadstoffe wie Stickstoffdioxid und Feinstaub reduzieren. Für Camper bedeutete das oft eine Hürde. Denn: Viele Wohnmobile – vor allem ältere Dieselmodelle – haben eine niedrige Emissionsklasse und durften daher in zentrale Zonen nicht einfahren. Bisherige Pflicht trifft auf neue Entwicklung Bislang galt: Wer ohne passende Plakette in eine ZFE-Zone fährt, riskiert Bußgelder. Für Frankreich-Reisende bedeutete das zusätzliche Bürokratie vor der Abfahrt und genaues Kartenstudium unterwegs. Doch nun haben sich Abgeordnete und Senatoren in einer gemeinsamen Kommission grundsätzlich dafür ausgesprochen, alle diese Umweltzonen abzuschaffen. Und damit die Pflicht zur Crit’Air-Plakette. Die geplante Abschaffung ist Teil eines Gesetzespakets, das wirtschaftliche Prozesse in Frankreich vereinfachen soll – etwa durch weniger Bürokratie für Betriebe und Verbraucher. Auch das ZFE-System gilt vielen als zu aufwendig. Was bedeutet das für Wohnmobil-Reisende? Wird das Gesetz Ende Januar 2026 wie vorgesehen verabschiedet, entfiele die Pflicht zur Crit’Air-Plakette weitgehend – mit folgenden praktischen Effekten für Camper: Mehr Spontanität: Altbekannte Routen durch Paris, Lyon oder andere Innenstädte wären wieder ohne Plaque möglich. Geringerer Planungsaufwand: Campingplätze, Stellplätze oder Zwischenstopps müssten nicht mehr nach ZFE-Grenzen kalkuliert werden. Vorteil für ältere Fahrzeuge: Wohnmobile mit älteren Schadstoffklassen (z. B. Euro 3/4) sind heute oft benachteiligt – diese Barriere könnte wegfallen. Aber: Noch ist es nicht sicher entschieden ist noch nichts. Das Gesetz zur Abschaffung der ZFE-Zonen muss noch wichtige Hürden nehmen. F Frankreichs Crit-Air-Pflicht vor dem Aus? 16

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Doch selbst dann bleibt Unsicherheit: Juristinnen und Juristen sehen verfassungsrechtliche Risiken, weil die Streichung der Umweltzonen als sachfremder Zusatz in ein Wirtschaftsgesetz eingebaut wurde. Der Verfassungsrat könnte diesen Punkt noch kippen. Und selbst bei einem landesweiten Aus bleibt Spielraum für regionale Sonderwege, denn einzelne Kommunen dürfen weiterhin eigene Zufahrtsbeschränkungen erlassen, etwa zur Lenkung des Verkehrs in empfindlichen Altstadtbereichen. Anzeige Bis zur finalen Rechtslage müssen Camper daher weiterhin genau prüfen, ob und wo die Crit’Air-Plakette erforderlich ist — insbesondere bei Reisen im Frühjahr und Sommer 2026. Fazit Mit der möglichen Abschaffung des Crit’Air-Systems steht Frankreich vor einer touristisch relevanten Liberalisierung, von der besonders Besitzerinnen und Besitzer älterer Wohnmobile profitieren würden. Für alle, die regelmäßig durch französische Städte touren oder dort längere Etappen planen, könnte das Reisen dadurch erheblich einfacher werden. Bis die Entscheidung rechtskräftig ist, gilt aber weiter: Plakette mitnehmen, prüfen, fahren. * * * * * 17 Werbung

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Martin Lenz or einigen Tagen habe ich bei der Firma Hänßel Mineralöl GmbH unser Wohnmobil gewaschen. Angenehm überrascht war ich über den sauberen und ordentlichen Waschplatz mit einer begehbaren Plattform, die beidseitig durch eine Treppe erreicht werden kann. Die Firma Hänßel mit Tankstelle, SB-Waschboxen, SB-Saugplätzen und Portalwaschanlage liegt auf dem Gelände des Flugplatzes Karlsruhe/Baden-Baden in der Victoria Boulevard B126 in 77836 Rheinmünster. Mit 8 unterschiedlichen Programmen kann man sein Fahrzeug pflegen: Insektenschaum, Schaum-Vorreiniger, Hochdruckwäsche, Schaumpolitur, SoftwaschBürste, Frischwasser-Spülen, Schaumwachs, Fleckenfrei-Glanzspülen. Mit dem Ergebnis war ich nach der Waschorgie zufrieden. Dem Waschplatz kann man bedenkenlos einen Daumen hoch verleihen. V Hänßel SB-CarWash 19

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Paul Risch (Quelle Internet) Lkw-Maut: Gilt sie auch für Wohnmobile? Die Niederlande zählen zu den beliebtesten Urlaubszielen von Wohnmobil-Reisenden in Europa. Besonders angesagt: die niederländische Küste und Touristen-Metropolen wie Amsterdam oder auch Städte wie Rotterdam und Den Haag. Zur Tulpenblüte im Frühjahr kommen jährlich Hunderttausende Deutsche ins Land. Die Niederlande haben zum 1.Juli eine neue Maut eingeführt, die abhängig von Strecke, Gewicht und Emissionsklasse ist. Was Wohnmobil-Reisende jetzt wissen müssen. • Neue Maut trifft Lkw, aber keine Wohnmobile • Wohnmobile müssen für Befreiung registriert werden • Maut für Wohnmobile nur auf der A24 bei Rotterdam Seit 1. Juli 2026 gilt in den Niederlanden eine neue streckenabhängige Maut-Pflicht für niederländische und ausländische Fahrzeuge der Kategorien N2 und N3 (also Lkw) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen. Bei Campern sorgt die neue Regel für Verwirrung: Gilt die "Vrachtwagenheffing" auch für schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen? Niederlande: Keine Maut für schwere Wohnmobile Die gute Nachricht: Wohnmobile fallen nicht unter die neue Lkw-Maut. Diese gilt ausschließlich für gewerblich genutzte Lkw, auch wenn Wohnmobile ein zulässiges Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen aufweisen. Mit der Einführung der neuen streckenabhängigen Maut wird die Eurovignette für Lkw abgeschafft. Speditionen sollen trotzdem weiter ihren Beitrag zur Straßenfinanzierung leisten. Die Vrachtwagenheffing gilt auf fast allen niederländischen Autobahnen und Teilen des regionalen Straßennetzes. Abgerechnet wird pro Kilometer, abhängig vom Gewicht und der Emissionsklasse. Die Erfassung läuft über eine On-Board-Unit (OBU), die die gefahrenen Strecken automatisch dokumentiert. Registrierungspflicht für ausländische Wohnmobile Fahrer und Fahrerinnen schwerer Wohnmobile müssen keine zusätzlichen Gebühren zahlen, wenn sie die niederländischen Straßen nutzen. Und sie benötigen auch keine OBU. Aber: Wie die niederländische Kraftfahrtbehörde RDW auf ihrer Website mitteilt, müssen ausländische Wohnmobile für eine Mautbefreiung registriert werden. Dies ist ab sofort auf einer Registrierungsseite möglich. Achtung: Wer sich nicht befreien lässt, riskiert, dass sein Fahrzeug nicht richtig erkannt wird, was Bußgelder zur Folge haben kann. Neue niederländische LKW-Maut 20

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR So funktioniert die Befreiung für Womos Für die Befreiung werden folgende Angaben bzw. Dokumente benötigt: • E-Mail-Adresse des Fahrzeugbesitzers oder der Fahrzeugbesitzerin • Angaben zum Fahrzeug und die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs • für den Fall, dass auf der Zulassungsbescheinigung nicht "Wohnmobil" oder der Code "SA" angegeben ist: eine sogenannte Übereinstimmungsbescheinigung "Certificate of Conformity" (CoC) Zur Erläuterung: Die Übereinstimmungsbescheinigung CoC ist, so die RDV, die "Geburtsurkunde" des Fahrzeugs. Dies ist ein Nachweis dafür, dass das Fahrzeug den europäischen Anforderungen entspricht. Die Übereinstimmungsbescheinigung kann beim Hersteller angefordert werden. Spätestens fünf Tage nach Antragsstellung soll die Befreiungsbestätigung vorliegen. Gut zu wissen: In den Niederlanden gibt es für Pkw, Motorräder und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen bisher generell keine flächendeckende Maut. Ausnahmen: • Auf der A24 westlich von Rotterdam wird auf einem kurzen Abschnitt Maut von allen Fahrzeugen kassiert. • Auch der Kiltunnel und der Liefkenskoek-Tunnel sind gebührenpflichtig. 21 Blankenburg- Verbindung Kiltunnel Liefkenshoek- Tunnel Nur hier ist es gebührenpflichtig

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Ursula Karius "Gute Laune, tolle Gäste – so feiert man die besten Feste!" ür die Mai-Ausfahrt bot sich das lange Wochenende vom 30. April bis zum 3. Mai 2026 an. Wir planten, einmal wieder den Stellplatz in Bad Peterstal zu besuchen. Herr Nork, der Manager des Gesundheitshotels Bad Peterstal und des zugehörigen Stellplatzes sagte auch sofort zu, den ganzen Stellplatz für uns zu reservieren. Der RMC M hat hier einen besonderen Stellenwert, weil er, insbesonders Wolfgang, wesentlich zum Gelingen des sehr schönen Stellplatzes beigetragen hat. So konnten wir am Donnerstag durch etwas Zusammenrücken alle 16 Wohnmobile im Stellplatzkreis unterbringen. Wie so oft war der erste Abend an der „langen Tafel“ geprägt von angeregter Unterhaltung, wobei der eine oder andere Witz von Roland und Helmut nicht fehlen durfte. Der 1. Mai ist traditionell ein Wandertag. Entsprechend des Durchschnittsalters beschränkte sich unsere Wanderung auf maximal 7 km. Unser Ziel war Bad Griesbach über den Wanderweg entlang der Rench. Dort haben wir im Hotel/Restaurant Kimmig Plätze auf der Terrasse reserviert. Die Strecke konnte man auch mit dem Bus fahren, der mit der Konuskarte kostenlos ist. So hatten alle die Möglichkeit, dabei zu sein, auch die alte Dackeldame „Funny“, die von ihrem Herrchen Achim in einer Tasche fleißig getragen wurde. F „Drei Geburtstage - eine Feier“ 22

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Nach unserer Rückkehr am Stellplatz starteten auch schon die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier am Abend. Die drei Geburtstagskinder Eva, Rolf und Wolfgang haben sich schon im Vorfeld gut abgesprochen, wer was mitbringt, sodass der Abend perfekt organisiert starten konnte. Da unser erster Vorsitzender Franz Killig und seine Frau Rita leider nicht dabei sein konnten, hat sich Peter Nienhuys bereit erklärt, den Hänger mit Grill und Zelten in Oberkirch bei Franz abzuholen und auch wieder dort hinzubringen. Vielen Dank, lieber Peter! 23

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Da das Wetter schön war, brauchten wir nur den Grill, der vom „Zweiten RMC MGrillmeister“ Heinz zusammen mit Peter schnell aufgebaut war. Die beiden ließen es sich auch nicht nehmen, am Abend zu grillen und diesen dann auch noch zu reinigen, wofür vor allem die Geburtstagskinder sehr dankbar waren. Der Abend startete mit gutem italienischen Prosecco, ging weiter mit leckeren Würstchen und Steaks – begleitet von Salaten und als Getränk „Tannenzäpfle“ und Kaiserstühler Wein. Als Überraschung des Abends brachte Wolfgang sein Keyboard mit. 24

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Mit seiner Musik erinnerte er uns alle an die Jugendzeit und es wurde auch das eine oder andere Tanzbein geschwungen. So hatten wir einen wunderbaren Abend, der bis spät in die Nacht dauerte. Für den Samstag hat Wolfgang eine Führung im Schwarzwälder Moped und Rollermuseum organisiert. Der Weg zum Musem konnte entweder zu Fuß oder mit dem Bus zurückgelegt werden. Die Gründungsmitglieder, allesamt fleißige Sammler von Oldtimern, haben in Eigenarbeit und mit viele Herzblut eine alte Sägewerkshalle ausgebaut und stellen darin ihre eigenen und inzwischen auch weiter dazugekommene Fahrzeuge aus. In diesem Museum werden wir auf eine Zeitreise in die Moped- und Roller- Ära der Nachkriegsjahre, über die Wirtschaftswunderzeit bis in die frühen 80er Jahre geführt. 25

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Es gibt Fahrräder der 40er Jahre mit Hilfsmotoren, rasante Mopeds aus den 50er Jahren, die noch sehr an Fahrräder erinnern, Mokicks und superschnelle Kleinkrafträder aus den wilden 60er und 70er Jahren, bis hin zu den 50 und 80 ccm Maschinen der 80er Jahre. Zudem sind elegante Motorroller der 50er bis 80er Jahre zu sehen. Bernd Spinner, der uns durch das Museum führte, stellt uns dann zu einem geringen Preis in einem kleinen Aufenthaltsraum Getränke zur Verfügung, die wir auf Grund der warmen Temperaturen gerne annahmen. Unser Kassier Wolfgang begleicht aus der Kasse den Eintritt für alle und als kleines Dankeschön für die Führung trug ich uns in das Gästebuch ein. Direkt neben dem Museum befindet sich eine Natursandsteinausstellung. Im 6.009 km² großen Schwarzwald liegen die einzigartigen Natursandsteine, die hier zu ganz besonderen Unikaten verarbeitet werden. Hier gibt es einmalige Einzelstücke wie beispielsweise Steinbrunnen, Steinfiguren und Kunstwerke aus Sandstein oder Unikate, die eine Bereicherung für jeden Garten sein können. Im Anschluß an das Moped-Museum schlenderten wir durch diese Ausstellung und bestaunten die großen und kleinen Kunstwerke. Am Abend starteten wir unseren kurzen Weg zum Gasthof „Engel“, wo für uns Plätze reserviert waren. Der sehr engagierte Wirt brachte mit seiner Crew auch zügig das vorbestellte Essen und die Getränke, womit wir durchweg zufrieden waren. Am Sonntagmorgen heißt es dann nach dem Laden des Hängers wieder Abschied nehmen. Die Aufbruchstimmung war begleitet von vielen Dankesworten an die Ausrichter des Wochenendes Wolfgang und mich und an die Geburtstagskinder, die allen einen wunderschönen Abend bereitet haben. Wir geben die Dankesworte gerne zurück, denn wir haben die Rahmenbedingungen geschaffen, die RMCM-Freunde sorgten mit ihrer Teilhabe und Stimmung für einen gelungenen Abend! 26

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Martin Lenz ie Schwarzwald-Marie hat nun endlich ihren Hannes geheiratet. Am 23. Juni 2026 wurden Marie und Hannes in der Eislaufhalle von Baiersbronn als verheiratetes Paar dem interessierten Publikum vorgestellt. Auch vor dem offiziellen Verkaufsstart konnte man dort die beiden erwerben. Ihren roten Bollenhut hat Marie inzwischen als verheiratete Frau in einen schwarzen eingetauscht. Auch hat sie als Hochzeitstracht ein Gewand in Schwarz-Grün ausgewählt während Hannes in einem schwarzen wadenlangen Samtmantel, einer Samtweste und Samthut bekleidet ist. Im WIR Nr. 79 auf Seite 28 habe ich die Marie als unverheiratete Frau vorgestellt. In zwei Auflagen wurden die Marie 227000-mal hergestellt. Das Paar Marie und Hannes im Set wurde in einer bisher limitierten Auflage von 30.000 Sets hergestellt. Der Hannes ist ausschließlich im Set mit der Marie erhältlich. Was kommt als Nächstes? Die Fangemeinde hofft, dass in 9 Monaten, die beiden einen Kinderwagen bekommen in dem ihr erstes Baby liegt. Marie und Hannes beim Fotoshooting am Sankenbachsee. D Hochzeit in Baiersbronn 27

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Werbung Strom-Probleme? - Wir machen Ihre Campingfahrzeuge autark vom Stromnetz - WCS Mobile Technik Produkte Lithium Akkus Lade-Geräte Lade-Booster Spannungs-Wandler Solar-Anlagen Generatoren Kompressor Kühlschränke SAT Anlagen LED TV-Geräte WIFI-Antennen mit Internet-Router Mess-und Anzeigegeräte Reisemobil Elektro-Service Fachbetrieb für elektrotechnische Ausrüstung von Freizeitfahrzeugen Inh. Siegfried Schneider – 77767 Appenweier – Werkstatt: 77767 Offenburg Tel.: 07805 / 910984 Mobil: 0163 / 7186286 www.reisemobil-elektro-service.de E-Mail: Reisemobil.E-Technik@t-online.de 28

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) n der letzten Ausgabe unseres Clubmagazins WIR habe ich einige Bilder von der Piaggio „Ape“ dargestellt, die zu Wohnmobilen umgebaut wurden. Der folgende Bericht entstand ganz in unserer Nähe – nämlich in Au am Rhein. Armin Busch und zwei Freunde aus Au am Rhein verwandeln dreirädrige Kultfahrzeuge in Wohnmobile Auf der Rückseite seines Fahrzeuges steht das Motto: „Jeder fängt mal klein an.“ Und tatsächlich: Armin Busch und seine beiden Freunde Rene Dahlinger und Pio Fiume beweisen auf augenfällige Art und Weise, dass der Traum von einem Wohnmobil beileibe kein unerschwinglicher Wunsch bleiben muss. In ein Miniatur-Wohnmobil verwandelt hat Armin Busch (rechts) seine Piaggio Ape. Gemeinsam mit seinen Freunden Pio Fiume (links) und Rene Dahlinger plant er nun eine Reise über die Alpen nach Italien. Busch hat sich vor einiger Zeit eine dreirädrige Piaggio Ape zugelegt. Der dreirädrige Kleintransporter des italienischen Herstellers Piaggio ist in der Regel nur selten auf Deutschlands Straßen zu sehen, beispielsweise als Kaffeemobil oder als Auslieferungsfahrzeug für einen Pizzaservice. Armin Busch aber verfolgte mit dem Erwerb dieses Dreirads andere Pläne: Er hat es zu einem leibhaftigen Wohnmobil umgebaut – und insgesamt dafür rund 7.000 Euro investiert. „Etwa 300 Stunden Arbeit stecken da drin“, sagt er. Und: „Es ist der beste Beweis dafür, dass man für ein echtes Abenteuer weder viel Hubraum noch viel Platz braucht.“ Einst hatte sich Busch gemeinsam mit seinen Freunden eher auf lange Fahrradtouren spezialisiert – ehe sich seine Perspektive nun etwas verändert hat. Schließlich haben auch Dahringer und Fiume zwischenzeitlich eine Piaggio Ape erworben, die ebenfalls als kleine Wohnmobile genutzt werden können – nur sind sie etwas spartanischer als das von Busch. „Wir finden überall einen Parkplatz und werden meist sehr freundlich begrüßt, wenn wir ankommen“, sagt Busch. I Der Reiz liegt im Minimalismus 30

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Auch bei einer gemeinsamen Fahrt durch den Ort mit einigen Gleichgesinnten, die sich am Wochenende in Au am Rhein trafen, zogen sie die Blicke auf sich. Für Jonny Koffler aus Au, der bei dem Treffen ebenfalls dabei war, ist das dreirädrige Mobil auch Transportmittel für seine Brieftauben: „Ich habe sie damit schon nach Wintersdorf, Karlsruhe und Ettlingen gebracht.“ Busch ist gelernter Modellbauer, ein Tüftler, der eine ganz besondere Alternative zu einem echten Wohnmobil schaffen wollte. Das gesamte Fahrzeug ist drei Meter lang und 1,20 Meter breit. Es verfügt über drei PS und einen Hubraum von 50 Kubikzentimetern. Busch baute Seitenfenster ein, Navi und Rückfahrkamera. Eine Solaranlage sorgt für Strom. „Die Matratze habe ich extra in Thailand bestellt, denn sie ist aus einem speziellen biologischen Material hergestellt“, erklärt Busch und begründet diesen Luxus postwendend: „Wenn ich mich beim Fahren dieses Autos schon so anstrengen muss, will ich darin wenigstens gut schlafen.“ Zur Ausrüstung gehören außerdem ein Vorzelt, Sonnensegel, Radio, Lüftung und elektrisch gedämpfte Beleuchtung im entsprechend isolierten Innenraum. In eine eingebaute Schrankwand passen zudem zwei Reisekoffer. Sogar ein funktionsfähiger Fernseher ist in dem Mini-Wohnmobil integriert. Busch sieht das dreirädrige Kultfahrzeug mit nur zwei Quadratmetern Ladefläche deshalb als „wahres Meisterwerk der Raumnutzung“. Er und seine Freunde verweisen nicht zuletzt auf die vergleichsweise geringen Kosten für das Gefährt: „Es werden 38 Euro Versicherung fällig, man benötigt keinen TÜV, hat fast freie Hand beim Umbau und es ist eine Zuladung von 160 Kilogramm Gewicht erlaubt.“ Im Übrigen sei die Piaggio Ape schon mit einem Rollerführerschein zu steuern. Das große Ziel der drei Freunde ist eine Reise mit den Kultfahrzeugen über die Alpen hinweg nach Italien – mit drei PS und etwa 15 Stundenkilometern. Eine Tankfüllung soll für etwa 200 Kilometer reichen. Genaue Planungen dafür gibt es noch nicht, zunächst sollen Ausfahrten in die nähere Umgebung folgen. Busch selbst fuhr, so erzählt er, jüngst etwa mit einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern zum Kaiserstuhl – und stellte sein Gefährt kurzerhand zwischen den Weinreben ab. „Ich nehme auch eine Kühlbox mit, die für uns zu dritt reicht“, lässt Dahlinger im Blick auf die geplanten gemeinsamen Ausfahrten wissen. Fiume hat derweil eine mobile Toilette mit an Bord. „Dieser Minimalismus macht den besonderen Reiz aus“, sind sich die Freunde einig. Präsentieren wollen Busch, Dahlinger und Fiume ihre Wohnmobile im Miniaturformat am 4. und 5. Juli im Gaggenauer Unimog-Museum. „Dort heißt das Motto „Unimog meets Vespa.“ In Au am Rhein soll das Piaggio Ape-Treffen nach dem Wunsch von Busch und seinen Freunden einen festen Platz im Veranstaltungskalender erhalten – „möglichst noch in größerem Rahmen“, wie sie sich wünschen. 31

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) Stau auf der Autobahn kostet Zeit und Nerven. In Italien sollen Autofahrer dafür nun entschädigt werden. Ab dem 1. Juni 2026 können sie im Falle von Verkehrsbehinderungen Mautgebühren zurückfordern. er Traum von Italien beginnt auf der Autostrada. Und dieser Traum kostet. Von Nord nach Süd, sagen wir für die Strecke vom Brenner bis nach Florenz zahlen Autofahrer 34.30 Euro. Für 447 Kilometer – das ist für europäische Verhältnisse ziemlich teuer. Ärgerlich. Noch ärgerlicher, wenn man dann in einem Stau landet. "Heute Morgen bin ich in Monza losgefahren, dann war die Autobahn vor Piacenza-Süd gesperrt. Und ich habe eineinviertel Stunden verloren", sagt ein Autofahrer. "Leider passieren Unfälle und dann verlierst du bis zu fünf oder sechs Stunden", berichtet ein anderer Fahrer. Ab heute gibt es Geld zurück bei staubedingter Verspätung. Das funktioniert ein bisschen so wie bei der Bahn. Wer bis zu zwei Stunden im Stau steht, bekommt die Hälfte der Maut erstattet. Bei mehr als drei Stunden Verspätung wegen Stop-and-Go gibt es die gesamte Gebühr zurück. Rückerstattungen an Bedingungen geknüpft "Wer Maut bezahlt, hat Anspruch auf einen effizienten Service. Wird dieser Service nicht vollständig erbracht, sollte er auch nicht vollständig bezahlt werden müssen", sagt Nicola Zaccheo, Präsident der für die Autobahnen zuständigen Regulierungsbehörde. Doch die mögliche Rückerstattung der Maut ist an Bedingungen geknüpft und gilt nicht pauschal: "Bei Notfallbaustellen, schweren Unfällen oder außergewöhnlichen Wetterereignissen handelt es sich um außergewöhnliche Umstände. Dafür besteht keine objektive Verantwortung des Betreibers. In solchen Fällen gibt es daher grundsätzlich keine Entschädigung", so Zaccheo. Die Rückerstattung gibt es also nur in einem sehr eng definierten Fall: Wenn der Stau durch eine Autobahnbaustelle verursacht wird. In der Theorie ist das Prinzip einfach: Wer auf italienischen Autobahnen unterwegs ist, muss eine Mautstation passieren und ein Ticket ziehen. Und wenn die Fahrerin oder der Fahrer die Autostrada verlässt, muss die Maut bezahlt werden. Wer nachweisen kann, dass man für die gefahrene Strecke baustellenbedingt deutlich länger gebraucht hat, kann über das Portal der Betreiber eine Erstattung beantragen. Der ADAC empfiehlt deshalb: "Man sollte die Belege aufbewahren, wenn man dort unterwegs war, damit man die dann digital über die Online-Plattform hochladen kann." Auch Nutzer mit ausländischen Kennzeichen können über die Portale die Entschädigung beantragen. Allerdings ist dafür eine italienische Steuernummer (codice fiscale) erforderlich. Eine hohe Hürde. Denn die Nummer muss über das italienische Finanzamt beantragt werden. Zudem sollte man wissen, wer den befahrenen Autobahnabschnitt betreibt. Es gibt mehr als 20 Betreibergesellschaften in Italien. Die größte ist die Autostrade per l'Italia. Erst zum Ende des Jahres soll die Erstattung über ein einheitliches Portal bzw. eine App funktionieren. D Bei Stau gibt’s Geld zurück ! 32

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Martin Lenz ad Kreuznach und die Brückenhäuser sind geschichtlich fest miteinander verbunden. Auf der Alten Nahebrücke stehen heute noch 4 Brückenhäuser die zwischen 1480 und 1610 auf den Pfeilern der Brücke erbaut wurden. Sie sind ein Wahrzeichen der Stadt und haben einen extrem hohen Bekanntheitsgrad weit über die Region hinaus. Selbst im Magazin GEO werden die historischen Fachwerkhäuser unter den schönsten Brückenhäusern in Deutschland erwähnt. Direkt an der Nahe im Salinental gibt es einen Stellplatz der ca. 2,4 Kilometer von den Brückenhäusern entfernt liegt. Neben dem Stellplatz steht die einzige aktive Brauerei der Stadt, es ist das Brauwerk mit Biergarten. In der Brauerei muss man sich auch anmelden, wenn man den Stellplatz benutzt. B Brückenhäuser 33

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Martin Lenz Fotos: Teilnehmer bordnungen aus 5 Reisemobilclubs trafen sich vom 28. bis 31. Mai auf dem Stellplatz in Dietingen zu einem Freundschaftstreffen. Seit dem Jahre 1997 treffen sich diese Clubs einmal im Jahr. Der Stellplatz in Dietingen eignet sich für solche Treffen optimal. Durch die Unterstützung der Betreiber mangelte es uns an diesem langen Wochenende an nichts. Im Programm stand der Besuch des Schwarzwild-Geheges oberhalb des Stellplatzes. Dann der TK Elevator Testturm. Es ist ein 246 Meter hoher Aufzugstestturm und besitzt mit 232 Metern die höchste öffentliche Aussichtsplattform Deutschlands. Das von 2014 bis 2017 errichtete Bauwerk dient als Forschungseinrichtung für Express- und Hochgeschwindigkeitsaufzüge. Es stand auch die neue Fußgänger-Hängebrücke die „Neckarline“ auf dem Programm. (Siehe WIR Nr. 79 Seite 24 - 26). Nicht vergessen sollte man die Kristallwelten die neben dem Stellplatz angesiedelt sind. Das Mineralien- und Fossilienmuseum „Welt der Kristalle“ in Dietingen ist eine private Ausstellung, die gigantische Naturwunder aus aller Welt präsentiert. Unser Paul der bei diesen Treffen zusammen mit Annegret immer dabei war, hatte mir im Vorfeld ein Grußwort für die Anwesenden geschrieben. Man hatte es mit Wohlwollen aufgenommen und alle wünschen Paul gute Besserung. A Treffen in Dietingen 34

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Gemütliches feiern mit Freunden am Stellplatz. Abendstimmung am Stellplatz in Dietingen. 35

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RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) er selbst baut, kennt die klassischen, skurrilen Momente: • Die ewige Millimeter-Schlacht: Wenn man dreimal misst, zweimal schneidet und es am Ende trotzdem schief im Auto sitzt. • Das Tetris-Gefühl: Jeder Zentimeter zählt, und plötzlich baut man die Küche so, dass man die Kühlschranktür nur aufbekommt, wenn das Bett hochgeklappt ist. • Der TÜV-Krimi: Die große Zitterpartie, ob der Prüfer die selbstgezimmerten Möbel und die Gasleitung auch so witzig findet wie man selbst. W Hab mir ein Wohnmobil gebaut ! 37

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Wolfgang Karius (Quelle: Internet) Deutschland und Österreich haben viele Gemeinsamkeiten, bei Parkscheiben aber unterscheiden sich die zwei Länder im Detail. Worauf zu achten ist, um Bußgelder zu vermeiden. • Hauptunterschied: Verschiedene Zeit-Skalierung • Österreich: Theoretisch hohe Strafe möglich • Digitale Parkscheibe in Österreich nicht erlaubt ie Hauptreisezeit beginnt und viele Urlauberinnen und Urlauber zieht es nach Österreich. Dann nutzen deutsche Autofahrende oft wie gewohnt ihre Parkscheibe. Wer das macht, gilt als Falschparker und könnte ein Bußgeld kassieren. Mit deutscher (digitaler) Parkscheibe in Österreich Zwar sind in den meisten EU-Ländern die Parkscheiben einheitlich – ausgerechnet im Nachbarland fallen sie jedoch unter eine eigene nationale Verordnung. Eine Parkscheibe aus Deutschland ist in Österreich also nicht gültig. Hauptgrund neben der Größe ist die Zeit-Skalierung – stellt man die Uhr auf eine halbe Stunde genau ein, wird in Österreich nur auf die nächste Viertelstunde gerundet. Parkt man also in Deutschland um 10.10 Uhr, stellt man den Zeiger um 20 Minuten vor, in Österreich nur um 5 Minuten. Auch digitale Parkscheiben sind hier keine Ausnahme und werden in Österreich grundsätzlich nicht anerkannt. In Deutschland hingegen ist die Nutzung erlaubt, sofern das Gerät eine KBA-Nummer trägt. Bußgeld Österreich: Theoretisch bis zu 726 Euro Strafe Parkverstöße beginnen in der Regel bei 21 Euro. Zwar reicht theoretisch der Rahmen für eine Strafe bis 726 Euro, ausgeschöpft wird dieser in der Praxis aber nicht. Wer auf D Ausführung Österreich Ausführung Deutschland Bußgeld wegen deutscher Parkscheibe 38

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR Nummer sicher gehen möchte, sollte sich eine österreichische Version zulegen. Die gibt es etwa an österreichischen Tankstellen, online oder im Shop des ADAC. Mit österreichischer Parkscheibe in Deutschland Die österreichischen Nachbarn wiederum müssen in Deutschland aufpassen. Sie müssen sich eine deutsche Parkscheibe zulegen, um nicht Gefahr zu laufen, hier ein Bußgeld zu kassieren. Deutsche und österreichische Parkscheiben im Vergleich Werbung Merkmal Deutschland Östereich Zeiteinteilung 30-Minuten-Schritte. 15-Minuten-Schritte Einstellregel Runden auf nächste halbe Runden auf nächste Viertel- Stunde. Stunde. Format Rechteckig, 15 x 11 cm, blau, Rundes Zifferblatt, ⌀ ≥ 10 cm weißes Zifferblatt heller Hintergrund, einzelner Werbung nicht erlaubt. dunkler Zeiger. Werbung erlaubt, wenn Lesbarkeit nicht beeinträchtigt. Elektronische Erlaubt mit KBA-Zulassung Nicht erlaubt Parkscheiben * * * * * 39

RMC Mittelbaden e.V. Nr. 81 WIR von Martin Lenz ie Geschichte der Illenau in Achern ist eine faszinierende Reise von einer visionären Heilanstalt über düstere Kapitel der Geschichte bis hin zu einem modernen Kultur- und Verwaltungszentrum. Als humanistisches Vorzeigeprojekt wurde die „Großherzogliche Badische Heil- und Pflegeanstalt Illenau“ 1842 eröffnet. Sie galt als eine der modernsten psychiatrischen Kliniken Europas. Der zur Illenau gehörende Waldfriedhof in Achern ist ein kulturhistorisches Juwel und um ihn geht es hier. Seine Geschichte ist eng mit der Geschichte der ehemaligen Illenau verknüpft. Er gilt heute als einer der stimmungsvollsten Orte der Region. Der Eingang zum Friedhof Illenau Zuerst gab es keine eigene letzte Ruhestätte für die gesamte Anlage. Im Jahre 1858 wurde im heutigen "Eiskellerwald" ein Friedhof für Patienten und Mitarbeiter angelegt. Trotz der Standesunterschiede im Leben liegen auf dem Illenauer Friedhof Adelige aus ganz Europa neben mittellosen Patienten. Die Gräber der Direktoren sind oft bewusst schlicht gehalten. Insgesamt umfasst die Anlage heute etwa 370 gut erhaltene Grabstellen. Bei der Gründung des Friedhofes wurden Spazierwege angelegt und exotische Pflanzen zusätzlich in dem schon vorhandenen Wald gepflanzt. Botaniker erfreuen sich noch heute über die Vielfalt in dieser Anlage. Eine kleine Wanderung über den Friedhof kann ich nur jedem empfehlen. D Fast vergessene und mystische Orte 40

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